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| Datum: 13.08.2008 20:55 | Von: Micha |  |
Ein Regenrisiko kann man oft (aber nicht immer) vorhersehen. Dementsprechend sollte dann die Tourenplanung ausfallen. Wer an der Höfats bei einsetzendem Regen umkehrt, hat falsch geplant. Es empfiehlt sich hier nicht in den Regen zu kommen oder vor Regen umzukehren. Dazu benötigt man nicht viel Wetterkunde.
Die Sache mit den Steigeisen ist Geschmackssache. Steigeisen sind mir deutlich lieber als Grödeln. Bei Steigeisen, die nur gelegentlich für Wanderungen (Steilgras, Altschnee) eingesetzt werden, ist es egal, ob sie aus Eisen oder Alu sind, solange man nicht damit auf Stein/Geröll rumhüpft. Der eine achtet halt mehr aufs Gewicht, der andere auf Robustheit. Ich bin aber eher der Eispickel-Typ. Der ist bei allen Grastouren dabei. Bei ganz steilen Sachen, z.B. Häselgehrberg Südflanke, kommen dann aber Steigeisen mit auf Tour. |
| Datum: 13.08.2008 11:26 | Von: Thomas |  |
Danke, Micha, für deine Erklärungen aus erster Hand. Damit lassen sich die Möglichkeiten besser abschätzen.
Wenn Regen einsetzt, kehr ich um. Hab genug erlebt, wie selbst einfaches Gelände zur Rutschbahn wurde. Aber ob eine Umkehr durch Steigeisen sicherer würde, wo Gras und Gestein gemischt sind, war mir unklar. Modelle aus Alu gehen da wohl schnell hinüber. Welche aus Eisen werden wir jetzt aber mal mitnehmen.
Übung an einem einfacheren Grasberg: Zustimmung. Das haben wir auch vor.
Dank und Gruß Thomas |
| Datum: 11.08.2008 17:47 | Von: Micha |  |
Da beide Wege gleich in etwa gleich schwer sind (vgl AVF 1997) rät es sich bei Unsicherheit immer auf dem Aufstiegsweg abzusteigen. Da der Aufstieg über die Wanne nicht markiert ist, ist die Wegfindung von unten kommend definitiv schwerer. Die "Schlüsselstelle" haben beide Wege gemeinsam, da sie sich knapp unterhalb des Gipfels treffen.
Bei der Hakenanzahl möchte ich mich nicht festlegen, ich dachte ich hätte zwei BH gesehen. Das ist aber nun auch schon wieder 8Jahre her und da kann ich mich auch täuschen bzw. es kann sich auch was verändert haben. Zur klassischen Sicherung werden diese wohl eher selten benutzt. Ich kann mir aber vorstellen, dass mancher Bergführer damit sein Fixseil verankert und/oder im Winter das letzte Stück entschärft wird. Mit deinem zitierten Satz kann ich nichts anfangen. Der Autor war wohl selbst nie oben. Mit bequem hat das nichts mehr zu tun :)
Bei Nässe bzw. Gefahr von Nässe ist die Höfats wie alle steilen Grasgipfel zu meiden! Klettersteigerfahrung hilft dir an der Höfats nicht weiter. Hier zählt Erfahrung mit Steilgras und absolute Schwindelfreiheit. Leichtsteigeisen oder Grödeln im Rucksack dabei zu haben, ist mal kein Fehler, solange man sich nicht dazu verleiten lässt deswegen bei Nässe weiterzugehen.
Sucht euch einen einfacheren Grasberg zum Üben!
Micha |
| Datum: 10.08.2008 14:55 | Von: Thomas |  |
Im September will ich mit einem Freund auf den Ostgipfel der Höfats. Aus Beschreibungen und Forenbeiträgen werde ich aber nicht ganz schlau.
Was ist leichter: Aufstieg über Älpele und Abstieg über die Wanne, oder umgekehrt? Gibt es beim Anstieg über Älpele an der Schlüsselstelle nur 1 Bohrhaken (wikipedia) oder 3-4 http://tinyurl.com/5s8oar? Ist der mit Haken gesicherte Anstieg “bequem”? Oder wie soll man http://tinyurl.com/5s5hpm verstehen: “Kurz vor dem Ziel entscheidet man sich für den Steig über die Felsen (leichte Kletterei) oder den bequemen Weg auf einem schmalen Pfad hinauf zum Gipfelkreuz” ?
Und noch was zur Ausrüstung: Wir sind zwar mit Klettersteigen vertraut, aber nicht so sehr mit steilen Grasflanken. Wären dort Steigeisen (bei einsetzender Nässe) nützlich?
Danke für alle Hinweise, Thomas |
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