Mainzer Höhenweg/ Ötztaler
Rolf Harrer
Hallo Bergfreunde,
bin am 14./15. Aug. auf dem Mainzer Höhenweg unterwegs gewesen. Wir gegingen die Süd-Nord Richtung mit Biwakübernachtung am Wassertalkogel.
Die Markierungen des Südabschnitts waren auch bei leichtem Schneefall kaum zu verfehlen. Der Südabschnitt ist weniger anspruchsvoll als der nördliche Abschnitt. Bei schlechter Sicht, bzw. Schneefall ist der Nordabschnitt problematisch und nicht ratsam. Die Frinverhätnisse waren gut. Bis auf den Hang unterhalb der Biwakschachtel gab es Eis zur stellenweise, so daß Steigeisen nicht nötig waren (besser jedoch einstecken, im Spätsommer Pflicht). Wichtig bzw. sehr nüztlich ist wohl auf dieser Route immer ein Pickel, da er bei den längeren Hangquerungen Sicherheit gibt. Die kleine Randkluft war unprobematisch und ist mit Drahtseil entschärft. Der Übergang hat hochalpinen Charakter. Erfahrung ist Voraussetzung einer genußreichen Begehung.Noch ein Hinweis: Der Felsvorsprung mit den auffälligen Markierungen unterhalb des ersten Gletscherchens unterhalb des R.Pf.biwak wird am besten unterhalb im Geröll umgangen. Man lasse sich nicht verleiten oberhalb über die felsplatten zu queren, wo sich die Markierungen befinden. Dies ist anspruchsvoller. Besser geht man zum Wegweiser unterhalb und quert auf dessen Höhe. Ich fand die Markierungen an dieser Stelle missverständlich. sonst sind sie sehr reichlich angebracht, was bei schlechterem Wetter schon Sinn macht. Beeinruckend ist die Begehung allemal. Sicheres Wetter sollte man abwarten. Die Drahtseile sind in gutem Zustand. Bergheil. Rolf
bin am 14./15. Aug. auf dem Mainzer Höhenweg unterwegs gewesen. Wir gegingen die Süd-Nord Richtung mit Biwakübernachtung am Wassertalkogel.
Die Markierungen des Südabschnitts waren auch bei leichtem Schneefall kaum zu verfehlen. Der Südabschnitt ist weniger anspruchsvoll als der nördliche Abschnitt. Bei schlechter Sicht, bzw. Schneefall ist der Nordabschnitt problematisch und nicht ratsam. Die Frinverhätnisse waren gut. Bis auf den Hang unterhalb der Biwakschachtel gab es Eis zur stellenweise, so daß Steigeisen nicht nötig waren (besser jedoch einstecken, im Spätsommer Pflicht). Wichtig bzw. sehr nüztlich ist wohl auf dieser Route immer ein Pickel, da er bei den längeren Hangquerungen Sicherheit gibt. Die kleine Randkluft war unprobematisch und ist mit Drahtseil entschärft. Der Übergang hat hochalpinen Charakter. Erfahrung ist Voraussetzung einer genußreichen Begehung.Noch ein Hinweis: Der Felsvorsprung mit den auffälligen Markierungen unterhalb des ersten Gletscherchens unterhalb des R.Pf.biwak wird am besten unterhalb im Geröll umgangen. Man lasse sich nicht verleiten oberhalb über die felsplatten zu queren, wo sich die Markierungen befinden. Dies ist anspruchsvoller. Besser geht man zum Wegweiser unterhalb und quert auf dessen Höhe. Ich fand die Markierungen an dieser Stelle missverständlich. sonst sind sie sehr reichlich angebracht, was bei schlechterem Wetter schon Sinn macht. Beeinruckend ist die Begehung allemal. Sicheres Wetter sollte man abwarten. Die Drahtseile sind in gutem Zustand. Bergheil. Rolf
Ulrich Waller
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erlebnis!
Mein Freund Horst und ich haben die gleiche Begehung vorgestern, also am 23.07. 2005, als Tagestour gemacht. Mit dem Wetter hatten wir Glück, um die 10 Grad, bewölkt, etwas Schneefall. Die Schnee- und Eisfelder sehr seifig, teilweise Benutzung Steigeisen und Seilsicherung. Markierung tatsächlich mißverständlich, aber im Allgemeinen gut bis ausreichend. Die Drahtseile allerdings in den Kletterpassagen teilweise problematisch (Rost und Grate), Ketten zum Glück neu! Bei einem Einstieg durch weggerutschte Felsen das lose Seilende kaum zu erreichen (ebenfalls bedingt durch hohe Anstrengungen auf der gesamten Strecke. So hatten wir das nicht eingeschätzt.)
Insgesamt eine tolle Herausforderung, die aber nicht als "Wanderung" bezeichnet werden darf, da sie als Tagestour hohe konditionelle Anforderungen stellt. Insgesamt waren wir 12.5 h unterwegs
mit Gepäck für mehrtägige Hüttentour, kommend von Taschach-Haus über BS-Hütte zur Rüsselsheimer. Wir wollten eigentlich noch weiter, haben aber dann den Abstieg am nächsten Morgen gewählt.
Das Superpanorama, Gemsen , Steinböcke und wahrscheinlich ein Adler lassen diese Tour unvergesslich bleiben, auch wenn durch die teils endlos wirkenden Abschnitte über Blöcke und Schneefelder und rutschige Geröllhänge die Geduld auf harte Proben gestellt wird, zumal die Rüsselsheimer bis zum letzten Moment nach ca. 800 Höhenmetern ständig bergab auf Geröll und Steinplatten bei teils verschütteter Markierung unsichtbar bleibt.
Wir wünschen gutes Wetter, gute Kondition und wenig Gepäck sowie Berg Heil. Uli + Horst.
Mein Freund Horst und ich haben die gleiche Begehung vorgestern, also am 23.07. 2005, als Tagestour gemacht. Mit dem Wetter hatten wir Glück, um die 10 Grad, bewölkt, etwas Schneefall. Die Schnee- und Eisfelder sehr seifig, teilweise Benutzung Steigeisen und Seilsicherung. Markierung tatsächlich mißverständlich, aber im Allgemeinen gut bis ausreichend. Die Drahtseile allerdings in den Kletterpassagen teilweise problematisch (Rost und Grate), Ketten zum Glück neu! Bei einem Einstieg durch weggerutschte Felsen das lose Seilende kaum zu erreichen (ebenfalls bedingt durch hohe Anstrengungen auf der gesamten Strecke. So hatten wir das nicht eingeschätzt.)
Insgesamt eine tolle Herausforderung, die aber nicht als "Wanderung" bezeichnet werden darf, da sie als Tagestour hohe konditionelle Anforderungen stellt. Insgesamt waren wir 12.5 h unterwegs
mit Gepäck für mehrtägige Hüttentour, kommend von Taschach-Haus über BS-Hütte zur Rüsselsheimer. Wir wollten eigentlich noch weiter, haben aber dann den Abstieg am nächsten Morgen gewählt.
Das Superpanorama, Gemsen , Steinböcke und wahrscheinlich ein Adler lassen diese Tour unvergesslich bleiben, auch wenn durch die teils endlos wirkenden Abschnitte über Blöcke und Schneefelder und rutschige Geröllhänge die Geduld auf harte Proben gestellt wird, zumal die Rüsselsheimer bis zum letzten Moment nach ca. 800 Höhenmetern ständig bergab auf Geröll und Steinplatten bei teils verschütteter Markierung unsichtbar bleibt.
Wir wünschen gutes Wetter, gute Kondition und wenig Gepäck sowie Berg Heil. Uli + Horst.
Rolf
Danke für Deinen Tourenbericht. Ich stimme Dir zu, dass der MH sehr beeindruckend ist. Als Tagestour mit vollem Gepäck ist er auch sehr anstrengend. Die Bezeichnung "Höhenweg" ist etwas mißverständlich. "Hochalpin" ist hier zurtreffend. Vermutlich ist die Begehung in Nord-Süd Richtung landschaftlich noch etwas beeindruckender, weil man den Blick dann dauerhaft auf den Hauptkamm gerichtet hat, aber man startet dann etwas tiefer, was bei der Länge der Tour nicht wünschenswert ist.
Wer die nötig Erfahrung hat, dem Kann der Mainzerhöhenweg nur empfohlen werden.
Bergheil
Rolf
Wer die nötig Erfahrung hat, dem Kann der Mainzerhöhenweg nur empfohlen werden.
Bergheil
Rolf
Tim
Servus,
"hochalpin" schreckt mich ein wenig auf, da in der aktuellen "Alpin" der Mainzer Höhenweg als eine Art Trekking Tour in 3000er Umgebung beschrieben wird. Zwar ist er als schwierig gekennzeichnet, aber was bedeutet das im speziellen? Ich habe zusammen mit einem Kollegen vor, diesen WEg zu gehen, liegt reisetechnisch sehr günstig, im hochalpinen Gelände waren wir bis dato allerdings noch nicht unterwegs. Kann jemand dazu einen Rat geben?
Besten Dank für jeden Input,
Tim
"hochalpin" schreckt mich ein wenig auf, da in der aktuellen "Alpin" der Mainzer Höhenweg als eine Art Trekking Tour in 3000er Umgebung beschrieben wird. Zwar ist er als schwierig gekennzeichnet, aber was bedeutet das im speziellen? Ich habe zusammen mit einem Kollegen vor, diesen WEg zu gehen, liegt reisetechnisch sehr günstig, im hochalpinen Gelände waren wir bis dato allerdings noch nicht unterwegs. Kann jemand dazu einen Rat geben?
Besten Dank für jeden Input,
Tim
Webmaster
Hallo Tim,
den Weg als Trekkingtour zu bezeichen finde ich schon ziemlich gewagt und gefährlich. Hochalpin bedeutet bei dieser Tour schon, daß Gletscher zu queren sind. Allein wenn man sich dieses Bild anschaut sollte einem klar sein, daß ein Seil dabei sein sollte, solange der Gletscher nicht vollständig ausgeapert ist:
Die Mitnahme vom Steigeisen sollte auch selbstverständlich sein.
Hoffe die Infos reichen dir soweit erstmal?
Gruß,
Thorsten
den Weg als Trekkingtour zu bezeichen finde ich schon ziemlich gewagt und gefährlich. Hochalpin bedeutet bei dieser Tour schon, daß Gletscher zu queren sind. Allein wenn man sich dieses Bild anschaut sollte einem klar sein, daß ein Seil dabei sein sollte, solange der Gletscher nicht vollständig ausgeapert ist:
Die Mitnahme vom Steigeisen sollte auch selbstverständlich sein.
Hoffe die Infos reichen dir soweit erstmal?
Gruß,
Thorsten
Tim
Hallo Thorsten,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ja, das Foto kann einem schon Angst machen. Leider haben wir keine Gletschererfahrung, und auch sonst scheint die Tour uns zu überfordern.
Aber es scheint ein reizvolles Ziel zu sein, sodass wir den Weg machen, wenn wir etwas mehr können.
Servus, Tim
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ja, das Foto kann einem schon Angst machen. Leider haben wir keine Gletschererfahrung, und auch sonst scheint die Tour uns zu überfordern.
Aber es scheint ein reizvolles Ziel zu sein, sodass wir den Weg machen, wenn wir etwas mehr können.
Servus, Tim
Webmaster
Hallo Tim,
ja, ich denke auch es ist besser, wenn ihr noch ein wenig wartet. Und so habt ihr auch was, auf daß ihr "hinarbeiten" könnt.. :)
Gruß,
Thorsten
ja, ich denke auch es ist besser, wenn ihr noch ein wenig wartet. Und so habt ihr auch was, auf daß ihr "hinarbeiten" könnt.. :)
Gruß,
Thorsten
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