Überschreitung Roßzahngruppe
Alex
Hallo zusammen,\n
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da in dieser Runde gerade die Roßzahngruppe thematisiert wird, gibt das mir die Gelegenheit, einige Anmerkungen und Fragen hierzu loszuwerden.\n
In diesem Herbst hatte ich eine 2-tägige Überschreitung der Roßzahngruppe von Ost nach West "free solo" durchgeführt: Ausgangspunkt war Vorderhornbach. Aufstieg auf die Grubachspitze, von hier aus zur Stallkarspitze und weiter bis in die namenlose Scharte östlich der Östlichen Roßkarspitze. Biwak. Am nächsten Tag Querung der Nordflanke der Roßkarspitzen über Bänder und Geröllhalden in halber Höhe über dem Großen Roßkar in die Roßkarscharte (westlich der Westlichen Rokkarspitze). Fortsetzung des Grates über Jochumkopf zum Klupperkarkopf. Von dort aus über den Westgrat -am Klupperkarturm vorbei- in den Fuchsensattel. Abstieg über Balkenscharte und Prinz-Luitpold-Haus zum Giebelhaus.\n
Insgesamt war es eine faszinierende Tour durch eine völlige einsame Berggruppe, die teilweise dolomitenhafte Züge aufweist. Nur die Gesteinsqualität läßt sehr zu wünschen übrig: der Hauptdolomit, ohnehin für seine Brüchigkeit bekannt, ist hier in manchen Passagen an der Grenze des Vertretbaren (insbesondere angesichts der Kletterschwierigkeiten).\n
Meine Tour führte mich fast durchweg am Grat entlang, nur an den beiden Roßkarspitzen musste ich von der "Idealline" abweichen. Deshalb meine Frage in die Runde: Hat sich jemand von Euch schon einmal an einer Überschreitung (Ost-West) versucht??? Schlüsselstelle scheint mir der Ostgrat der Östlichen Roßkarspitze zu sein, der wandartig in die östlich gelegene Scharte abbricht. Im Gegensatz dazu scheint mir der Anstieg von Westen her "harmlos" zu sein!?!?
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da in dieser Runde gerade die Roßzahngruppe thematisiert wird, gibt das mir die Gelegenheit, einige Anmerkungen und Fragen hierzu loszuwerden.\n
In diesem Herbst hatte ich eine 2-tägige Überschreitung der Roßzahngruppe von Ost nach West "free solo" durchgeführt: Ausgangspunkt war Vorderhornbach. Aufstieg auf die Grubachspitze, von hier aus zur Stallkarspitze und weiter bis in die namenlose Scharte östlich der Östlichen Roßkarspitze. Biwak. Am nächsten Tag Querung der Nordflanke der Roßkarspitzen über Bänder und Geröllhalden in halber Höhe über dem Großen Roßkar in die Roßkarscharte (westlich der Westlichen Rokkarspitze). Fortsetzung des Grates über Jochumkopf zum Klupperkarkopf. Von dort aus über den Westgrat -am Klupperkarturm vorbei- in den Fuchsensattel. Abstieg über Balkenscharte und Prinz-Luitpold-Haus zum Giebelhaus.\n
Insgesamt war es eine faszinierende Tour durch eine völlige einsame Berggruppe, die teilweise dolomitenhafte Züge aufweist. Nur die Gesteinsqualität läßt sehr zu wünschen übrig: der Hauptdolomit, ohnehin für seine Brüchigkeit bekannt, ist hier in manchen Passagen an der Grenze des Vertretbaren (insbesondere angesichts der Kletterschwierigkeiten).\n
Meine Tour führte mich fast durchweg am Grat entlang, nur an den beiden Roßkarspitzen musste ich von der "Idealline" abweichen. Deshalb meine Frage in die Runde: Hat sich jemand von Euch schon einmal an einer Überschreitung (Ost-West) versucht??? Schlüsselstelle scheint mir der Ostgrat der Östlichen Roßkarspitze zu sein, der wandartig in die östlich gelegene Scharte abbricht. Im Gegensatz dazu scheint mir der Anstieg von Westen her "harmlos" zu sein!?!?
Micha
Heftige Tour. Hut ab. Wie ist der Übergang von der Grubach- zur Stallkarspitze zu bewerten?
Micha
Micha
Alex
Hallo Micha,\n
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der Grat von der Grubachspitze zur Stallkarspitze lässt sich eigentlich ganz gut gehen. Der erste Teil bis zum Sockel der Stallkarspitze besteht hauptsächlich aus Gehgelände bzw. leichter Kletterei (I) in Gras und Schrofen. Teilweise sind hier sogar Pfadspuren (wohl durch Gemsen) vorhanden. Den größeren Felskopf kurz nach der Grubachspitze (in der Karte als Höhenpunkt 2110 m eingetragen) umgeht man praktischerweise links. \n
Den (felsigen) Grataufschwung selbst habe ich durch die Rinne unmittelbar links des Grates überwunden. Die Kletterschwierigkeiten bewegen sich hier zwischen I und II, je nach Routenwahl. Vom Ausstiegspunkt am Nordostgrat der Stallkarspitze sind es dann nur noch wenige Meter bis zum Gipfel.\n
Die genaue Zeitdauer für die Überschreitung kann ich Dir aber leider nicht mehr sagen, es waren aber zwischen 1 und 1,5 h insgesamt .\n
Mit einem abschließenden Übergang zur Haldenspitze oder zum Schnatterbachkopf (wobei ich hier nicht aus eigener Erfahrung sprechen kann; scheint mir aber machbar. Hat diese Überschreitung schon einmal jemand durchgeführt???) ergibt sich wohl eine außergewöhniche Tagestour: Vorderhornbach --> Sättele --> Gratübergang Stallkarsptze --> Gratübergang Haldenspitze/Schnatterbachkopf --> Sättele --> Vorderhornbach.\n
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Viele Grüße\n
Alex\n
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PS @ Webmaster:\n
Ich finde es etwas schade, dass es zu jeder Berggruppe ein eigenes Forum gibt. Wenn man sich (wie ich) für mehrere Gebiete interessiert, muss man sich auch durch mehrere Foren klicken, um neue Einträge zu finden. Es wäre aus meiner Sicht schöner, wenn man übergreifend sehen könnte, wo sich etwas getan hat. Oder habe ich da eine Funktion übersehen?\n
Aber ich will ja nicht motzen: Mir gefällt Deine Seite richtig gut (!!!)und es ist prima, das Du ein Forum anbietest. Besonders, da sich hier ja durchaus einige Bergfreunde tummeln!?!?
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der Grat von der Grubachspitze zur Stallkarspitze lässt sich eigentlich ganz gut gehen. Der erste Teil bis zum Sockel der Stallkarspitze besteht hauptsächlich aus Gehgelände bzw. leichter Kletterei (I) in Gras und Schrofen. Teilweise sind hier sogar Pfadspuren (wohl durch Gemsen) vorhanden. Den größeren Felskopf kurz nach der Grubachspitze (in der Karte als Höhenpunkt 2110 m eingetragen) umgeht man praktischerweise links. \n
Den (felsigen) Grataufschwung selbst habe ich durch die Rinne unmittelbar links des Grates überwunden. Die Kletterschwierigkeiten bewegen sich hier zwischen I und II, je nach Routenwahl. Vom Ausstiegspunkt am Nordostgrat der Stallkarspitze sind es dann nur noch wenige Meter bis zum Gipfel.\n
Die genaue Zeitdauer für die Überschreitung kann ich Dir aber leider nicht mehr sagen, es waren aber zwischen 1 und 1,5 h insgesamt .\n
Mit einem abschließenden Übergang zur Haldenspitze oder zum Schnatterbachkopf (wobei ich hier nicht aus eigener Erfahrung sprechen kann; scheint mir aber machbar. Hat diese Überschreitung schon einmal jemand durchgeführt???) ergibt sich wohl eine außergewöhniche Tagestour: Vorderhornbach --> Sättele --> Gratübergang Stallkarsptze --> Gratübergang Haldenspitze/Schnatterbachkopf --> Sättele --> Vorderhornbach.\n
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Viele Grüße\n
Alex\n
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PS @ Webmaster:\n
Ich finde es etwas schade, dass es zu jeder Berggruppe ein eigenes Forum gibt. Wenn man sich (wie ich) für mehrere Gebiete interessiert, muss man sich auch durch mehrere Foren klicken, um neue Einträge zu finden. Es wäre aus meiner Sicht schöner, wenn man übergreifend sehen könnte, wo sich etwas getan hat. Oder habe ich da eine Funktion übersehen?\n
Aber ich will ja nicht motzen: Mir gefällt Deine Seite richtig gut (!!!)und es ist prima, das Du ein Forum anbietest. Besonders, da sich hier ja durchaus einige Bergfreunde tummeln!?!?
Kristian
Vielleicht kan ich Alex wengistens teilweise weiterhelfen:
Der Übergang von der Stallkarspitze zur Haldenspitze verläuft fast nur durch Gehgelände, nur ab und zu sind im Bereich der Haldenspitze ein paar Felsen bis max. II zu überwinden.
Da der AV Führer und die BLV Karte unterschiedliche Gipfel als Haldenspitze bzw. als Schnatterbachkopf bezeichnen will ich hier sagen, daß ich von der Haldenspitze gem. AV-Führer spreche.
Über die Überkletterung der Haarigen Rücken bzw. den Ostgrat der Östl. Roßkarspitze kann ich leider auch nichts sagen. Dieser Gratabschnitt stellt aber vermutlich die Schlüsselstelle der Gesamtüberschreitung dar.
Aus der Roßkarscharte kann man die Westl. Roßkarspitze leicht erreichen. Die Westflanke ist bei sehr viel Schnee sogar mit Ski befahrbar.
Der Übergang zur Östlichen Roßkarspitze verlangt ebenfalls nur eine harmlose Schrofenkraxelei.
Wie empfandest du denn den Ostgrat des Jochumskopfes? Er soll ja angeblich IV sein.(AV-Führer)
Den Westgrat/Flanke des Jochumskopfes würde ich von der Schwierigkeit etwa mit der Trettachspitze vergleichen.
Die Grenze der erträglichen Brüchigkeit überschreitet meiner Ansicht nach der Gratabschnitt vom Klupperkarturm bis zum Fuchsensattel. Den Abbruch in der Gratmitte durtest du in deiner Richtung ja im Aufstieg genießen.
Brauchbaren bis guten Fels gibts eigentlich nur vereinzelt zwischen Jochumskopf und Klupperkarturm, wobei letzterer richtig genußvoll zu erklettern ist.
Vielleicht hast du ja bei deiner Überschreitung diesen Turm von Westen her fotographiert. Wenn ja. kannst dich ja mit mir in Verbindung setzen
Der Übergang von der Stallkarspitze zur Haldenspitze verläuft fast nur durch Gehgelände, nur ab und zu sind im Bereich der Haldenspitze ein paar Felsen bis max. II zu überwinden.
Da der AV Führer und die BLV Karte unterschiedliche Gipfel als Haldenspitze bzw. als Schnatterbachkopf bezeichnen will ich hier sagen, daß ich von der Haldenspitze gem. AV-Führer spreche.
Über die Überkletterung der Haarigen Rücken bzw. den Ostgrat der Östl. Roßkarspitze kann ich leider auch nichts sagen. Dieser Gratabschnitt stellt aber vermutlich die Schlüsselstelle der Gesamtüberschreitung dar.
Aus der Roßkarscharte kann man die Westl. Roßkarspitze leicht erreichen. Die Westflanke ist bei sehr viel Schnee sogar mit Ski befahrbar.
Der Übergang zur Östlichen Roßkarspitze verlangt ebenfalls nur eine harmlose Schrofenkraxelei.
Wie empfandest du denn den Ostgrat des Jochumskopfes? Er soll ja angeblich IV sein.(AV-Führer)
Den Westgrat/Flanke des Jochumskopfes würde ich von der Schwierigkeit etwa mit der Trettachspitze vergleichen.
Die Grenze der erträglichen Brüchigkeit überschreitet meiner Ansicht nach der Gratabschnitt vom Klupperkarturm bis zum Fuchsensattel. Den Abbruch in der Gratmitte durtest du in deiner Richtung ja im Aufstieg genießen.
Brauchbaren bis guten Fels gibts eigentlich nur vereinzelt zwischen Jochumskopf und Klupperkarturm, wobei letzterer richtig genußvoll zu erklettern ist.
Vielleicht hast du ja bei deiner Überschreitung diesen Turm von Westen her fotographiert. Wenn ja. kannst dich ja mit mir in Verbindung setzen
Webmaster
Hallo Alex,
ich weiß, das Forum ist technisch nicht mehr auf dem neusten Stand. Ich hatte ja schonmal angefangen an einer neuen Version zu arbeiten, aber leider hat mir dann die Zeit gefehlt. Ich hoffe jedoch im Februar dafür etwas Zeit zu haben, dann gibts ein neues Forum mit allem Schnickschnack. :-)
Bis dahin bitte ich jedoch noch um etwas Geduld..
Gruß, Thorsten
ich weiß, das Forum ist technisch nicht mehr auf dem neusten Stand. Ich hatte ja schonmal angefangen an einer neuen Version zu arbeiten, aber leider hat mir dann die Zeit gefehlt. Ich hoffe jedoch im Februar dafür etwas Zeit zu haben, dann gibts ein neues Forum mit allem Schnickschnack. :-)
Bis dahin bitte ich jedoch noch um etwas Geduld..
Gruß, Thorsten
Alex
Hallo Kristian,
ich habe ein wenig auf meine Antwort warten lassen, aber besser spät als nie...!?!?
Leider kann auch ich Dir nicht mit einem Foto des Klupperkarturms dienen, da ich bei der Tour keinerlei Bilder gemacht habe.
Zu Deiner Frage nach dem Ostgrat des Jochumskopfes: Dieser Abschnitt habe ich selbst, zusammen mit dem Weiterweg zum Kluppenkarkopf, als die Schlüsselstelle der Überschreitung empfunden. Bei meiner Linienführung war ich jedoch nirgendwo mit (ausgesetztem) IVer-Gelände konfrontiert. Die größten Schwierigkeiten bewegen sich zwischen II und III+, unter Umständen sind einige kurze IVer-Stellen zu meistern, dann aber direkt über "sicherem" Boden.
Zum Haarigen Rücken läßt sich aus meiner Erfahrung sagen, dass er schlimmer aussieht als er ist (wenn mann nicht darauf aus ist, jeden einzelnen Gratturm zu überklettern...).
Dank Deiner Tipps beabsichtige ich übrigens, im kommenden Sommer eine erneute Tour durch die Roßzahngruppe zu unternehmen (dann kann ich Dir vielleicht auch ein Bild des Turmes präsentieren ;-).
Viele Grüße
Alex
ich habe ein wenig auf meine Antwort warten lassen, aber besser spät als nie...!?!?
Leider kann auch ich Dir nicht mit einem Foto des Klupperkarturms dienen, da ich bei der Tour keinerlei Bilder gemacht habe.
Zu Deiner Frage nach dem Ostgrat des Jochumskopfes: Dieser Abschnitt habe ich selbst, zusammen mit dem Weiterweg zum Kluppenkarkopf, als die Schlüsselstelle der Überschreitung empfunden. Bei meiner Linienführung war ich jedoch nirgendwo mit (ausgesetztem) IVer-Gelände konfrontiert. Die größten Schwierigkeiten bewegen sich zwischen II und III+, unter Umständen sind einige kurze IVer-Stellen zu meistern, dann aber direkt über "sicherem" Boden.
Zum Haarigen Rücken läßt sich aus meiner Erfahrung sagen, dass er schlimmer aussieht als er ist (wenn mann nicht darauf aus ist, jeden einzelnen Gratturm zu überklettern...).
Dank Deiner Tipps beabsichtige ich übrigens, im kommenden Sommer eine erneute Tour durch die Roßzahngruppe zu unternehmen (dann kann ich Dir vielleicht auch ein Bild des Turmes präsentieren ;-).
Viele Grüße
Alex
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