Hindelanger- od Mindelheimer Klettersteig
Alex
Welcherklettersteig ist anspruchsvoller bzw. schwerer, Hindelanger- oder Mindelheimer Klettersteig? Ausgehend vom Beginn des Steiges! Den Anstieg bzw. anfahrt per Bergbahn nicht berücksichtigen. Ich habe schon den Mindelheimer Klettersteig gemacht und würde gerne wissen ob der Hindelanger Klettersteig mindestens den selben Anspruch hat da eine gewisse herausforderung schon gewünscht ist. Welcher Kategorie entsprechen die Klettersteige von A bis E? Danke schonmal!
Sascha G.
Hallo Alex,
Hindelanger und Mindelheimer Klettersteig dürften ähnliche alpine Ansprüche haben.
gesicherte Abschnitte:
----------------------
Die mit Seil und Sprossen gesicherten Abschnitte des Mind. sind etwas schwieriger, da Armkraft erforderlich (2 leicht überhängende Stellen im Aufstieg, eine im Abstieg), und da die Sicherungen älteren Datums sind, z.T. 30 m lange Seile zwischendurch nur mit Durchlaufanker gesichert, was nicht mehr dem Standard entspricht.
Der Hindelanger dagegen wurde pünktlich zu seinem 25. Geburtstag zwischen dem Gr. Daumen und dem Nebelhorn komplett renoviert. Die Leitern sind nur schräg, aber nicht senkrecht. Keine schlappen Seile.
ungesicherte Abschnitte:
------------------------
im Verhältnis zu seiner Länge weist der Hindelanger Klettersteig weniger Abschnitte mit Sicherungen auf als der Mindelheimer. Jeweils vor und nach den Sicherungen verhältnismäßig schwierige Passagen, sprich die Sicherungen sind sehr knapp eingesetzt. Insgesamt erscheint mir der Hindelanger Klettersteig etwas ausgesetzter als der Mindelheimer. Der Hindelanger hat auch etwas mehr Kletterstellen im 2. Grad (alle aber jeweils sehr kurz) als der Mindelheimer. Diese dürften aber nicht viel schwieriger als die "Stiftpassage" in der Schlucht südlich des SW-Schafalpenkopfes sein.
Die gesicherten Abschnitte des Hindelanger Klettersteiges weisen folgende Schwierigkeiten auf:
Breitenberg-Heubatspitze: einmal B-C, sonst B
Heubatspitze-Kleiner Daumen: sehr viel B (300 m hoher Anstieg auf dem Kl. Daumen)
Kleiner Daumen-Großer Daumen: A-B, manchmal auch B
Großer Daumen - 3. Notausstieg (Zwiebelesträng): viel B-C, an zwei Stellen C
3. Notausstieg - 2. Notausstieg: (Überschreitung Östl. Wengenkopf): manchmal B, viel B-C, an einer Stelle C
2. Notausstieg - 1. Notausstieg: (Überschreitung Westl. Wengenkopf):
B und B-C, nicht schwieriger
1. Notausstieg - Nebelhorn: Fast nur noch Gehgelände, die wenigen Sicherungen sind B.
Legende:
--------
A: unschwierig
B: mäßig schwierig
C: schwierig
D: sehr schwierig
E: äußerst schwierig
Viel Vergnügen auf dem Hindelanger Klettersteig!
Hindelanger und Mindelheimer Klettersteig dürften ähnliche alpine Ansprüche haben.
gesicherte Abschnitte:
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Die mit Seil und Sprossen gesicherten Abschnitte des Mind. sind etwas schwieriger, da Armkraft erforderlich (2 leicht überhängende Stellen im Aufstieg, eine im Abstieg), und da die Sicherungen älteren Datums sind, z.T. 30 m lange Seile zwischendurch nur mit Durchlaufanker gesichert, was nicht mehr dem Standard entspricht.
Der Hindelanger dagegen wurde pünktlich zu seinem 25. Geburtstag zwischen dem Gr. Daumen und dem Nebelhorn komplett renoviert. Die Leitern sind nur schräg, aber nicht senkrecht. Keine schlappen Seile.
ungesicherte Abschnitte:
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im Verhältnis zu seiner Länge weist der Hindelanger Klettersteig weniger Abschnitte mit Sicherungen auf als der Mindelheimer. Jeweils vor und nach den Sicherungen verhältnismäßig schwierige Passagen, sprich die Sicherungen sind sehr knapp eingesetzt. Insgesamt erscheint mir der Hindelanger Klettersteig etwas ausgesetzter als der Mindelheimer. Der Hindelanger hat auch etwas mehr Kletterstellen im 2. Grad (alle aber jeweils sehr kurz) als der Mindelheimer. Diese dürften aber nicht viel schwieriger als die "Stiftpassage" in der Schlucht südlich des SW-Schafalpenkopfes sein.
Die gesicherten Abschnitte des Hindelanger Klettersteiges weisen folgende Schwierigkeiten auf:
Breitenberg-Heubatspitze: einmal B-C, sonst B
Heubatspitze-Kleiner Daumen: sehr viel B (300 m hoher Anstieg auf dem Kl. Daumen)
Kleiner Daumen-Großer Daumen: A-B, manchmal auch B
Großer Daumen - 3. Notausstieg (Zwiebelesträng): viel B-C, an zwei Stellen C
3. Notausstieg - 2. Notausstieg: (Überschreitung Östl. Wengenkopf): manchmal B, viel B-C, an einer Stelle C
2. Notausstieg - 1. Notausstieg: (Überschreitung Westl. Wengenkopf):
B und B-C, nicht schwieriger
1. Notausstieg - Nebelhorn: Fast nur noch Gehgelände, die wenigen Sicherungen sind B.
Legende:
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A: unschwierig
B: mäßig schwierig
C: schwierig
D: sehr schwierig
E: äußerst schwierig
Viel Vergnügen auf dem Hindelanger Klettersteig!
Alex
Vielen Dank :-)!!
Sascha G.
Hakko Alex,
bist Du jetzt schon den Hindelanger Klettersteig gegangen? Schreibe doch mal, wie es war. Wenn Du jetzt noch gehen willst, dann dürfte die Klettersteigschwierigkeit eine eher untergeordnete Rolle spielen und andere alpine Probleme treten in den Vordergrund...
bist Du jetzt schon den Hindelanger Klettersteig gegangen? Schreibe doch mal, wie es war. Wenn Du jetzt noch gehen willst, dann dürfte die Klettersteigschwierigkeit eine eher untergeordnete Rolle spielen und andere alpine Probleme treten in den Vordergrund...
Alex
Hallo Sascha,
ja mittlerweile bin ich den Hindelanger Klettersteig gegangen. Am 27.09.2003 war es soweit. Begonnen mit etwas frühnebel um 9 Uhr am Nebelhorn und einem ansonsten grandiosem Wetter mit einer Fernsicht bis zum Zugspitzmasiv. Der Klettersteig fängt wie ich finde einfach an und Steigert sich dann was spaß macht! Einige ausgesetzte Stellen und sehr gute sicherung sie aber den Spaß nicht leiden läßt. Ich glaube das Der Hindelanger Klettersteig mehr Spaß mach als der Mindelheimer aber den habe ich vor 5 Jahren das letzte mal gemacht und die Erinnerung ist schon etwas verschwommen. Alles in allem sehr zu empfehlen. Kondition ist aber zu empfehlen.
Viele Grüße Alex
ja mittlerweile bin ich den Hindelanger Klettersteig gegangen. Am 27.09.2003 war es soweit. Begonnen mit etwas frühnebel um 9 Uhr am Nebelhorn und einem ansonsten grandiosem Wetter mit einer Fernsicht bis zum Zugspitzmasiv. Der Klettersteig fängt wie ich finde einfach an und Steigert sich dann was spaß macht! Einige ausgesetzte Stellen und sehr gute sicherung sie aber den Spaß nicht leiden läßt. Ich glaube das Der Hindelanger Klettersteig mehr Spaß mach als der Mindelheimer aber den habe ich vor 5 Jahren das letzte mal gemacht und die Erinnerung ist schon etwas verschwommen. Alles in allem sehr zu empfehlen. Kondition ist aber zu empfehlen.
Viele Grüße Alex
Jan
Hallo,\n
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wir wollen heuer mit zwei nicht ganz Schwindelfreien, aber bergerfahrenen und trittsichern Freunden einen Klettersteig wagen. Ist der Mindelheimer oder Hindelanger die bessere Wahl? Wie siehts mit Notabstiegen aus? \n
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Ist einer der beiden sehr schlecht, wenn man umdrehen muss?\n
wieviel schwieriger ist der Klettersteig im Vergleich zum Heilbronner Weg?\n
(Ausdauer stellt kein Problem dar, lediglich Stellen auf einem Grat oder ungesicherte Stelklen mit Absturzgefahr.?\n
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Freuen uns über zahlreiche Antworten\n
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Jan
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wir wollen heuer mit zwei nicht ganz Schwindelfreien, aber bergerfahrenen und trittsichern Freunden einen Klettersteig wagen. Ist der Mindelheimer oder Hindelanger die bessere Wahl? Wie siehts mit Notabstiegen aus? \n
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Ist einer der beiden sehr schlecht, wenn man umdrehen muss?\n
wieviel schwieriger ist der Klettersteig im Vergleich zum Heilbronner Weg?\n
(Ausdauer stellt kein Problem dar, lediglich Stellen auf einem Grat oder ungesicherte Stelklen mit Absturzgefahr.?\n
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Freuen uns über zahlreiche Antworten\n
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Jan
Alex
Hallo,
ich habe den Hinelanger- und den Mindelheimer- Klettersteig gemacht und kann Dir folgendes mit auf den Weg geben:
Der Hindelanger Klettersteig dauert wenn man ihn komplett mach 6-7 Stunden der Mindelheimer Klettersteig Dauert 4-5 Stunden. Den Hindelanger beginnt direkt neben der Seilbahnstation (der Aufstieg zum nebelhor dauert ca. 5 Stunden), zum Mindelheimer muß man von den Seilbahnstationen ca. 2-3 Stunden laufzeit dazurechenen oder ebenfalls ca. 3 Stunden aufstieg aus dem Tal von Mittelber (A) oder 5 Stunden von Oberstdorf (A).
Der Hindelanger Klettersteig ist aus meiner Sicht der lohnenswerter, erstens ist er sozusagen frisch renoviert und es gibt nur ganz wenige ausgesetzte Stellen! Mir sind nur ein oder zwei in erinnerung mit kurzem tiefblick, "ungesicherte" Kletterstellen gab es eigentlich garkeiene. Da der Mindelheimer länger ist kann man die Landschaft und den Steig viel besser genießen.
Der Mindelheimer ist auch gut gesichert, einige Tiefblicke u Kletterstellen. Meiner erinnerung nach aber nicht so gut wie der Hindelanger. Was nicht heißen soll das der Hindelanger deshalb langweilig wäre! Ganz im Gegenteil dort wo sie sind sind die Sicherungen angemessen und Stellen wo keine sind sind meiner meinung nach nicht schlimmer als der Heilbronnerweg.
Es kommt natürlcih immer auf den einzelnen an! Ein Klettersteiset ist auf jedenfall zu empfehlen da fühl man sich auf viel sicherer! Ansonsten mein ich , kann aber jeder anders sehen das jemand der den Heilbronner ohne Probleme schaft ziemlich sicher auf den Hindelanger oder Mindelheimer schafft. Beide Steige werden im allgemeinen als relativ einfach beschreiben (einfach im vergleich zu anderen Steigen, Steige sind aber keine standard wege).
Der Hindelanger hat übrigens zwei Notabstiege die markiert sind. Der Mindelheimer meines wissens keine!
Ich hoffe ich konnte helfen! Wenn Ihr Euch entschieden habt lasst hören wie es war!
Am 17.07. und 24.07. bin ich übrigens mal wieder auf dem Mindelheimer war da schon ne weile nicht mehr vielleicht sieht man sich ja?
Alex
ich habe den Hinelanger- und den Mindelheimer- Klettersteig gemacht und kann Dir folgendes mit auf den Weg geben:
Der Hindelanger Klettersteig dauert wenn man ihn komplett mach 6-7 Stunden der Mindelheimer Klettersteig Dauert 4-5 Stunden. Den Hindelanger beginnt direkt neben der Seilbahnstation (der Aufstieg zum nebelhor dauert ca. 5 Stunden), zum Mindelheimer muß man von den Seilbahnstationen ca. 2-3 Stunden laufzeit dazurechenen oder ebenfalls ca. 3 Stunden aufstieg aus dem Tal von Mittelber (A) oder 5 Stunden von Oberstdorf (A).
Der Hindelanger Klettersteig ist aus meiner Sicht der lohnenswerter, erstens ist er sozusagen frisch renoviert und es gibt nur ganz wenige ausgesetzte Stellen! Mir sind nur ein oder zwei in erinnerung mit kurzem tiefblick, "ungesicherte" Kletterstellen gab es eigentlich garkeiene. Da der Mindelheimer länger ist kann man die Landschaft und den Steig viel besser genießen.
Der Mindelheimer ist auch gut gesichert, einige Tiefblicke u Kletterstellen. Meiner erinnerung nach aber nicht so gut wie der Hindelanger. Was nicht heißen soll das der Hindelanger deshalb langweilig wäre! Ganz im Gegenteil dort wo sie sind sind die Sicherungen angemessen und Stellen wo keine sind sind meiner meinung nach nicht schlimmer als der Heilbronnerweg.
Es kommt natürlcih immer auf den einzelnen an! Ein Klettersteiset ist auf jedenfall zu empfehlen da fühl man sich auf viel sicherer! Ansonsten mein ich , kann aber jeder anders sehen das jemand der den Heilbronner ohne Probleme schaft ziemlich sicher auf den Hindelanger oder Mindelheimer schafft. Beide Steige werden im allgemeinen als relativ einfach beschreiben (einfach im vergleich zu anderen Steigen, Steige sind aber keine standard wege).
Der Hindelanger hat übrigens zwei Notabstiege die markiert sind. Der Mindelheimer meines wissens keine!
Ich hoffe ich konnte helfen! Wenn Ihr Euch entschieden habt lasst hören wie es war!
Am 17.07. und 24.07. bin ich übrigens mal wieder auf dem Mindelheimer war da schon ne weile nicht mehr vielleicht sieht man sich ja?
Alex
Jan
Hallo Alex,
vielen Dank für Deine sehr ausführliche Beschreibung. So wie es aussieht werden wir jetzt den Mindelheimer am Wochenende 31.7 (mit 2 Übernachtungen) machen, so haben wir genügend Zeit uns zu aklimatisieren und den Steig ganz in Ruhe anzugehen. Den hIndelanger nehmen wir vielleicht 2004 auch noch in unsere Planung auf.
Also nochmals vielen Dank und
Berg Heil
Jan
vielen Dank für Deine sehr ausführliche Beschreibung. So wie es aussieht werden wir jetzt den Mindelheimer am Wochenende 31.7 (mit 2 Übernachtungen) machen, so haben wir genügend Zeit uns zu aklimatisieren und den Steig ganz in Ruhe anzugehen. Den hIndelanger nehmen wir vielleicht 2004 auch noch in unsere Planung auf.
Also nochmals vielen Dank und
Berg Heil
Jan
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