Neue Allgäutouren (viel Text)
Martin
Die letzten drei Wochen haben sich gelohnt,
auch wenn wegen des Wettersturzes vor einer Woche die Trettachspitze
aufgeschoben werden mußte.
Folgende Touren sind mir gelungen:
170km Sparkassen-Allgäu-Radrundfahrt in Kempten, ist zwar "fachfremd", aber aufgrund
der quasi autofreien Strecke im Unterallgäu ein echter Genuß für Großstadtmenschen
"Baader Gipfelkranz" von der Schwarzwasserhütte über Steinmandl, Grünhorn, Hochstarzel, Güntlespitze.
Sehr lohnend wegen des Widdersteinpanoramas und der Aussicht auf die gewaltigen Schuttreißen der Hochkünzelspitze
im Bregenzer Wald, stellenweise ausgesetzt, z.T. gesichert, komplett von Steinmandl bis Höferberg an einem Tag
allenfalls für Konditionswunder bei Übernachtung auf der Schwarzwasserhütte.
Weil ich kurz vor dem Üntschenjoch eine Trittspur auf dem nach Osten abzweigenden Grat Richtung Wannenberg fand,
bin ich der gefolgt, bis sie im Gestrüpp endete, vermutlich auf dem Gipfel des Wannenbergs.
Von da an bin ich die Weide ins Bärgunttal abgestiegen und zuletzt etwas abenteuerlich durch Sumpfwald
nördlich der Bärgunthütte auf dem Fahrweg herausgekommen.
Bei der zweiten Begehung bin ich über die Obere Spitalalpe zum Derrenjoch und übers Häfnerjoch weiter zur Üntschenspitze,
(Gipfelkreuz,-buch, Aussicht auf Schoppernau)
die als höchster der nördlichen Gipfel des Kranzes natürlich nicht fehlen konnte und beim ersten Versuch wegen Zeitmangels
ausgelassen werden mußte. Vom Üntschenjoch aus habe ich mich noch an der Besteigung des Heiterbergs versucht,
aber wegen einsetzenden Regens habe ich im II-Gelände aufgegeben und bin über die Stierlochalpe abgestiegen.
Daß man auch bei Dauerregen Touren unternehmen kann, bewies meine Wanderung durchs Mahdtal.
An der Höflealpe kam mir der letzte Mensch entgegen, danach war Einsamkeit bis zum Hörnlepaß.
Das Hölloch ist bestens abgesichert, selbst bei meterhohem Schnee sind die Hinweisschilder kaum zu übersehen.
Dort beginnt das Alpgebiet der Mahdtalalpe, die ebenso wie die Gatteralpe Anfang September bewirtschaftet war.
Kurz vor der letzteren ist der Pfad für ein kurzes Stück mal etwas ausgesetzt, nicht gerade angenehm bei Nässe.
Daß man von dort quasi direttissima ins Rohrmooser Tal absteigen kann, wird man von der dortigen Fahrstraße
aus kaum für möglich halten, doch der in der KOMPASS-karte eingezeichnete Weg existiert tatsächlich.
Man stößt auf einen Fahrweg, der bis zur Kapelle am Hörnlepaß führt.
Dort wird ein ausgeehntes Sumpfgebiet auf sehr, sehr rutschigen Planken gequert, und man ist froh,
wenn man an der Gaststätte endlich wieder festen Boden unter den Füßen hat.
Der Kegelkopf wird von http://home.t-online.de/home/w.l.epp/Berge/Bergbilder/Allgaeu/kegelkopfabstieg.html
regelrecht verteufelt, was mich umso neugieriger machte.
Der im AVF erwähnte Weg von der Dietersbachalpe existiert tatsächlich nicht mehr,
ich habe jedenfalls nur Kraut, Bäume, Farne und als Schlüsselstelle einen mehrere Meter hohen erdigen Steilhang
direkt vor dem Bettlerrücken gefunden, so daß ich von diesem Anstieg dringend abrate.
Auf dem Rücken existiert ein deutlicher Trampelpfad, der vorbei an einem Marterl auf den Gipfel führt.
Man sollte von dort keinesfalls zu der Hütte in Richtung Gerstrubener Tal absteigen,
denn unmittelbar unter dieser drohen Abbrüche.
Wesentlich besser sieht es in Richtung Traufbachtal aus, allerdings bin ich nicht über die Giebelmähder,
sondern auf dem klar ausgetretenen Weg nordwestlich abgestiegen, der am Wildzaun obehalb der Rautalpe endet,
von wo man nach einer Tobeldurchquerung in Gerstruben herauskommt.
Das Laufbacher Eck gilt als einer der bekanntesten Allgäuer Höhenwege.
Es wird allerdings selten an einem Tag von Oberstdorf aus ohne "Aufstiegshilfen" begangen,
und noch viel seltener auf meiner Variante.
Kurz vor dem Prinzenkreuz zweigt ein schmaler Pfad aus dem Oytal ab in Richtung Laufbachalp.
Er führt recht steil zu einer kleinen Hütte auf dem Alpgrund unterhalb des Himmelhorns.
Knapp oberhalb der Hütte ist man dann ganz sich selbst überlassen.
Ich bin dem krautüberwachsenen Schotterfeld zunächst einmal rechtshaltend ausgewichen
und habe nach dessen Ende wieder nach links gequert, wo die Grashänge nicht so steil sind.
Man sieht dann auf einem Felsvorsprung rechterhand eine kleine Jagdhütte.
Wenn man diese rechts liegenläßt und weiter aufsteigt, stößt man auf einen Jägersteig,
der ziemlich ausgesetzt nach rechts durch die Abbrüche quert, ungefähr die Höhe haltend.
Dem bin ich gefolgt bis kurz hinter einer Höhle,
wo er in den steilgrasigen Talschluß weitergeführt hätte.
Das war mir nicht mehr ganz geheuer, und so bin ich einen steilen Grat
bergauf gestiegen, bis ich endlich auf dem offiziellen Laufbacher Eck- Weg war.
Der hat mich dann nicht nur mit einer Skiwasser-Tankstelle der Bergwacht überrascht,
sondern auch mit allerhand Geröll und einer kräftezehrenden Umgehung des Schneck.
Am Mitteleck war dann Panoramablick angesagt, mit Hochvogel, Luitpold-Haus, Himmelhorn und dem Hauptkamm.
Das Schlimmste am Abstieg war dann die Unimogpiste unterhalb der Wildenfeldhütte.
Nebenbei:Was ist eigentlich aus dem Geißbachtobelweg geworden?
Als ich dann nach Sonnenuntergang in Oberstdorf eingelaufen bin, war ich doch ziemlich mitgenommen.
Wer diese Tour nachgehen will, sollte also eine gute Kondition haben und für das Stück von der Laufbacheralp
zum offiziellen Weg neben viel Erfahrung im Grassteigen am besten Steigeisen haben.
Der Linkerskopf wurde dann zu meinem diesjährigen Höhepunkt.
Das "Heuersteiglein" (AVF) von der Bacheralp zum Heubaum habe ich natürlich nicht gefunden,
stattdessen bin ich ein trockengefallenes Bachbett hoch und zum Schluß durchs Steilgras,
bis ich endlich den Trampelpfad am Heubaum erreicht hatte.
Wer es mir nachtun will, sollte unbedingt über Peters Älpele oder vom Weg zur Enzianhütte auf den Heubaum
queren!
Am Grat geht es dann gleich lustig weiter, kaum hört mal der Wald auf, gibt es erodierte Hänge,
quasi heuer meine Spezialität.
Dafür wird man mit einem tollen Blick auf Bacher Loch, Spätengundkopf und Trettach, Mädelegabel sowie Hochfrottspitze entschädigt.
Das Mittelstück des Anstiegs ist das schönste, man läuft durch eine romantische Bergwiese ohne nennenswerten Anstieg.
Weniger erfreulich ist das Schlußstück, es geht einen von Schafen und Geröll übersäten Schrofenhang hoch.
Weil das beste bekanntlich immer zum Schluß kommt, wird man dann auf den letzten Metern mit einem kleingriffigen
Gipfelaufbau überrascht, der ohne Drahtseil vermutlich schon einige Opfer gefordert hätte.
Bei der Gipfelrast (mit Kreuz, aber ohne -buch) gilt es den Weiterweg zu eruieren.
Vor dem Direktabstieg zur Rappenseehütte wird im AVF m.E. zu Recht gewarnt.
Der Abstieg aus der Scharte zwischen Linkerskopf und Rothgundspitze sieht weder von der Scharte selbst
noch später
auch wenn wegen des Wettersturzes vor einer Woche die Trettachspitze
aufgeschoben werden mußte.
Folgende Touren sind mir gelungen:
170km Sparkassen-Allgäu-Radrundfahrt in Kempten, ist zwar "fachfremd", aber aufgrund
der quasi autofreien Strecke im Unterallgäu ein echter Genuß für Großstadtmenschen
"Baader Gipfelkranz" von der Schwarzwasserhütte über Steinmandl, Grünhorn, Hochstarzel, Güntlespitze.
Sehr lohnend wegen des Widdersteinpanoramas und der Aussicht auf die gewaltigen Schuttreißen der Hochkünzelspitze
im Bregenzer Wald, stellenweise ausgesetzt, z.T. gesichert, komplett von Steinmandl bis Höferberg an einem Tag
allenfalls für Konditionswunder bei Übernachtung auf der Schwarzwasserhütte.
Weil ich kurz vor dem Üntschenjoch eine Trittspur auf dem nach Osten abzweigenden Grat Richtung Wannenberg fand,
bin ich der gefolgt, bis sie im Gestrüpp endete, vermutlich auf dem Gipfel des Wannenbergs.
Von da an bin ich die Weide ins Bärgunttal abgestiegen und zuletzt etwas abenteuerlich durch Sumpfwald
nördlich der Bärgunthütte auf dem Fahrweg herausgekommen.
Bei der zweiten Begehung bin ich über die Obere Spitalalpe zum Derrenjoch und übers Häfnerjoch weiter zur Üntschenspitze,
(Gipfelkreuz,-buch, Aussicht auf Schoppernau)
die als höchster der nördlichen Gipfel des Kranzes natürlich nicht fehlen konnte und beim ersten Versuch wegen Zeitmangels
ausgelassen werden mußte. Vom Üntschenjoch aus habe ich mich noch an der Besteigung des Heiterbergs versucht,
aber wegen einsetzenden Regens habe ich im II-Gelände aufgegeben und bin über die Stierlochalpe abgestiegen.
Daß man auch bei Dauerregen Touren unternehmen kann, bewies meine Wanderung durchs Mahdtal.
An der Höflealpe kam mir der letzte Mensch entgegen, danach war Einsamkeit bis zum Hörnlepaß.
Das Hölloch ist bestens abgesichert, selbst bei meterhohem Schnee sind die Hinweisschilder kaum zu übersehen.
Dort beginnt das Alpgebiet der Mahdtalalpe, die ebenso wie die Gatteralpe Anfang September bewirtschaftet war.
Kurz vor der letzteren ist der Pfad für ein kurzes Stück mal etwas ausgesetzt, nicht gerade angenehm bei Nässe.
Daß man von dort quasi direttissima ins Rohrmooser Tal absteigen kann, wird man von der dortigen Fahrstraße
aus kaum für möglich halten, doch der in der KOMPASS-karte eingezeichnete Weg existiert tatsächlich.
Man stößt auf einen Fahrweg, der bis zur Kapelle am Hörnlepaß führt.
Dort wird ein ausgeehntes Sumpfgebiet auf sehr, sehr rutschigen Planken gequert, und man ist froh,
wenn man an der Gaststätte endlich wieder festen Boden unter den Füßen hat.
Der Kegelkopf wird von http://home.t-online.de/home/w.l.epp/Berge/Bergbilder/Allgaeu/kegelkopfabstieg.html
regelrecht verteufelt, was mich umso neugieriger machte.
Der im AVF erwähnte Weg von der Dietersbachalpe existiert tatsächlich nicht mehr,
ich habe jedenfalls nur Kraut, Bäume, Farne und als Schlüsselstelle einen mehrere Meter hohen erdigen Steilhang
direkt vor dem Bettlerrücken gefunden, so daß ich von diesem Anstieg dringend abrate.
Auf dem Rücken existiert ein deutlicher Trampelpfad, der vorbei an einem Marterl auf den Gipfel führt.
Man sollte von dort keinesfalls zu der Hütte in Richtung Gerstrubener Tal absteigen,
denn unmittelbar unter dieser drohen Abbrüche.
Wesentlich besser sieht es in Richtung Traufbachtal aus, allerdings bin ich nicht über die Giebelmähder,
sondern auf dem klar ausgetretenen Weg nordwestlich abgestiegen, der am Wildzaun obehalb der Rautalpe endet,
von wo man nach einer Tobeldurchquerung in Gerstruben herauskommt.
Das Laufbacher Eck gilt als einer der bekanntesten Allgäuer Höhenwege.
Es wird allerdings selten an einem Tag von Oberstdorf aus ohne "Aufstiegshilfen" begangen,
und noch viel seltener auf meiner Variante.
Kurz vor dem Prinzenkreuz zweigt ein schmaler Pfad aus dem Oytal ab in Richtung Laufbachalp.
Er führt recht steil zu einer kleinen Hütte auf dem Alpgrund unterhalb des Himmelhorns.
Knapp oberhalb der Hütte ist man dann ganz sich selbst überlassen.
Ich bin dem krautüberwachsenen Schotterfeld zunächst einmal rechtshaltend ausgewichen
und habe nach dessen Ende wieder nach links gequert, wo die Grashänge nicht so steil sind.
Man sieht dann auf einem Felsvorsprung rechterhand eine kleine Jagdhütte.
Wenn man diese rechts liegenläßt und weiter aufsteigt, stößt man auf einen Jägersteig,
der ziemlich ausgesetzt nach rechts durch die Abbrüche quert, ungefähr die Höhe haltend.
Dem bin ich gefolgt bis kurz hinter einer Höhle,
wo er in den steilgrasigen Talschluß weitergeführt hätte.
Das war mir nicht mehr ganz geheuer, und so bin ich einen steilen Grat
bergauf gestiegen, bis ich endlich auf dem offiziellen Laufbacher Eck- Weg war.
Der hat mich dann nicht nur mit einer Skiwasser-Tankstelle der Bergwacht überrascht,
sondern auch mit allerhand Geröll und einer kräftezehrenden Umgehung des Schneck.
Am Mitteleck war dann Panoramablick angesagt, mit Hochvogel, Luitpold-Haus, Himmelhorn und dem Hauptkamm.
Das Schlimmste am Abstieg war dann die Unimogpiste unterhalb der Wildenfeldhütte.
Nebenbei:Was ist eigentlich aus dem Geißbachtobelweg geworden?
Als ich dann nach Sonnenuntergang in Oberstdorf eingelaufen bin, war ich doch ziemlich mitgenommen.
Wer diese Tour nachgehen will, sollte also eine gute Kondition haben und für das Stück von der Laufbacheralp
zum offiziellen Weg neben viel Erfahrung im Grassteigen am besten Steigeisen haben.
Der Linkerskopf wurde dann zu meinem diesjährigen Höhepunkt.
Das "Heuersteiglein" (AVF) von der Bacheralp zum Heubaum habe ich natürlich nicht gefunden,
stattdessen bin ich ein trockengefallenes Bachbett hoch und zum Schluß durchs Steilgras,
bis ich endlich den Trampelpfad am Heubaum erreicht hatte.
Wer es mir nachtun will, sollte unbedingt über Peters Älpele oder vom Weg zur Enzianhütte auf den Heubaum
queren!
Am Grat geht es dann gleich lustig weiter, kaum hört mal der Wald auf, gibt es erodierte Hänge,
quasi heuer meine Spezialität.
Dafür wird man mit einem tollen Blick auf Bacher Loch, Spätengundkopf und Trettach, Mädelegabel sowie Hochfrottspitze entschädigt.
Das Mittelstück des Anstiegs ist das schönste, man läuft durch eine romantische Bergwiese ohne nennenswerten Anstieg.
Weniger erfreulich ist das Schlußstück, es geht einen von Schafen und Geröll übersäten Schrofenhang hoch.
Weil das beste bekanntlich immer zum Schluß kommt, wird man dann auf den letzten Metern mit einem kleingriffigen
Gipfelaufbau überrascht, der ohne Drahtseil vermutlich schon einige Opfer gefordert hätte.
Bei der Gipfelrast (mit Kreuz, aber ohne -buch) gilt es den Weiterweg zu eruieren.
Vor dem Direktabstieg zur Rappenseehütte wird im AVF m.E. zu Recht gewarnt.
Der Abstieg aus der Scharte zwischen Linkerskopf und Rothgundspitze sieht weder von der Scharte selbst
noch später
Janina
Hallo Martin,
Glückwunsch zu den gelungenen Touren!
Auch wenn deine Beschreibungen hier sehr interessant sind, so würde ich anmerken wollen, dass das Forum vielleicht nicht der geeigneteste Ort für deinen langen Text ist. Vielleicht wäre ein richtiger Tourenbericht in der Rubrik "Leserberichte" (siehe http://www.gipfelstuermer.de/leserberichte/index.html) für dich eine Möglichkeit zur Veröffentlichung deiner Touren? Als richtiger Leserbericht würden deine Tourenbeschreibungen sicher auch viel mehr Leute erreichen.
Gruß, Janina
Glückwunsch zu den gelungenen Touren!
Auch wenn deine Beschreibungen hier sehr interessant sind, so würde ich anmerken wollen, dass das Forum vielleicht nicht der geeigneteste Ort für deinen langen Text ist. Vielleicht wäre ein richtiger Tourenbericht in der Rubrik "Leserberichte" (siehe http://www.gipfelstuermer.de/leserberichte/index.html) für dich eine Möglichkeit zur Veröffentlichung deiner Touren? Als richtiger Leserbericht würden deine Tourenbeschreibungen sicher auch viel mehr Leute erreichen.
Gruß, Janina
Boris Stephan
Also erst mal zur Meinung von Janina: Ich finde es O.K., auch hier im Forum längere Berichte zu schreiben. Die Rubrik Leserberichte ist eine tolle Idee von Thorsten, aber sie verlangt auch eine schöne Gestaltung der Seite und, das ist zumindest meine Meinung, auch mehr Aufwand in der Beschreibung der Route.
Fangen wir mit dem Lustigsten an: Dein Abstieg vom Wannenberg kam mir allzu sehr vertraut vor, denn mir ging's am Freitag den 19.09.2003 genauso. Ich habe die von Günther Laudahn vorgeschlagene Tour von der Höferspitze über den Weißen Schrofen zur Hinteren Üntschenspitze gemacht und genau die von Günther empfohlene Abstiegsroute über den Wannenberg gemacht. Der Große und Kleine Widderstein ergab einen herrlichen Kontrast zu den in warmen Herbstfarben getauchten Kamm des Wannenbergs. Dann genau der gleiche Mist: Die Trittspur endet bei Betreten des breiten Rücken des Wanenberges, hinter einem Stacheldrahtzaun führt die Spur wenige Meter weiter und endet im Gestrüpp. Dann steil und unangenehm nach rechts ausweichend auf Viehtriebspuren hinab zu deiner erwähnten Weide ohne weitere Abstiegsmöglichkeiten. Durch Wald hinab zum Fahrweg ins Bärgundtal - aber du weißt das wohl bereits von meinem heutigen Newsletter. Trotzdem, der Wannenberg ist so hübsch, dass es einfach schade wäre, wenn man diese Abstiegsalternative nicht mehr nutzen kann. Hast du die zaghafte Trittspur am linken Rand gesehen, kurz nachdem der Grat in den breiten Rücken übergeht? Ich bin da nicht lang, da die Route auf Laudahns Karte eindeutig über den "Gipfel" verläuft. Ich frage Günther auf jeden Fall noch, dann gibt es vielleicht eine weitere gipfelsuechtig-Tour
So, dann ist mal wieder einer durch die Westseite des Himmelschrofenzugs gestolpert. Falls dir eine Gemse mit GPS über den Weg gelaufen ist: Das war meins. Ansonsten habe ich wohl nicht nicht allzu viel Falsches zur Überschreitung geschrieben, nur den einen Gratturm, der mehrfach auch in meinen Photos abgebildet ist, hat mit festen Griffen meines Erachtens nichts zu tun. Ich fand's fast ein wenig heikel, aber raufwärts geht's.
Was den Aufstieg zum Plattners Gündle betrifft: Linkshaltend gibt es wirklich eine gute Trittspur. Wenn du noch etwas genauere Bemerkungen zum Aufstieg durchs Plattners Gündle zum Sattel vor dem Vorderen Rieffenkopf machen kannst, ich würde es gerne (natürlich mit Verweis auf dich als Autor) mit in meinen Tourenbericht einbauen. So macht der Hintere Rieffenkopf einfach mehr Spaß als über den Normalweg. Den direkten Aufstieg zum Gipfel habe ich nicht für möglich gehalten, da er mir durch Felsabbrüche unterbrochen schien. Am kurzen Gipfelaufschwung sieht das auch nicht besonders angenehm aus. Wenn man der auslaufenden Trittspur noch weiter folgt kann man recht gut auf den Grat queren und dann, wie von Laudahn beschrieben, den Gipfel gewinnen. Die Pfadspur ist tatsächlich etwas verzwickt und ich habe sie beim ersten mal wegen einigen Schneeresten auch verfehlt. Das Gelände wird recht schnell unangenehm. Bist du dir sicher, dass du auf dem Hüttenkopf warst? Das ist noch ein ganz schönes Stück. War es vielleicht der Vorgipfel, den auch Micha im Frühjahr erreicht hatte? Am Hahnenkopf gibt es einen markierten Steig direkt vom Sattel zwischen diesem und dem Hinteren Rieffenkopf. Den kann man eigentlich ohne Schnee kaum verfehlen.
Nächstes Jahr ist auf alle Fälle auch die Überschreitung Linkerskopf -Rotgundspitze dran. ich bin über alles dankbar, was es dazu an Informationen gibt. Zum Heubaum werde ich wohl über die Petersalpe ansteigen. Das ist zu Beginn nicht steil und das kleine Stück zum Grat wird schon zu bewältigen sein. Ich bin trotzdem für sämtliche, auch detailliertere Informationen dankbar.
Genauso Kegelköpfe: Beginnt der Aufstieg "Bei der Säge" wie in der AV-Karte eingezeichnet? Und würdest du den Südostgrat lieber im Aufstieg oder im Abstieg begehen? Vom Bettlerrücken sieht das schon abenteuerlich aus. Wieviel Höhenmeter sind denn wirklich dort oben extrem? Grödeln eher hilfreich oder störend?
Grüße Boris
Fangen wir mit dem Lustigsten an: Dein Abstieg vom Wannenberg kam mir allzu sehr vertraut vor, denn mir ging's am Freitag den 19.09.2003 genauso. Ich habe die von Günther Laudahn vorgeschlagene Tour von der Höferspitze über den Weißen Schrofen zur Hinteren Üntschenspitze gemacht und genau die von Günther empfohlene Abstiegsroute über den Wannenberg gemacht. Der Große und Kleine Widderstein ergab einen herrlichen Kontrast zu den in warmen Herbstfarben getauchten Kamm des Wannenbergs. Dann genau der gleiche Mist: Die Trittspur endet bei Betreten des breiten Rücken des Wanenberges, hinter einem Stacheldrahtzaun führt die Spur wenige Meter weiter und endet im Gestrüpp. Dann steil und unangenehm nach rechts ausweichend auf Viehtriebspuren hinab zu deiner erwähnten Weide ohne weitere Abstiegsmöglichkeiten. Durch Wald hinab zum Fahrweg ins Bärgundtal - aber du weißt das wohl bereits von meinem heutigen Newsletter. Trotzdem, der Wannenberg ist so hübsch, dass es einfach schade wäre, wenn man diese Abstiegsalternative nicht mehr nutzen kann. Hast du die zaghafte Trittspur am linken Rand gesehen, kurz nachdem der Grat in den breiten Rücken übergeht? Ich bin da nicht lang, da die Route auf Laudahns Karte eindeutig über den "Gipfel" verläuft. Ich frage Günther auf jeden Fall noch, dann gibt es vielleicht eine weitere gipfelsuechtig-Tour
So, dann ist mal wieder einer durch die Westseite des Himmelschrofenzugs gestolpert. Falls dir eine Gemse mit GPS über den Weg gelaufen ist: Das war meins. Ansonsten habe ich wohl nicht nicht allzu viel Falsches zur Überschreitung geschrieben, nur den einen Gratturm, der mehrfach auch in meinen Photos abgebildet ist, hat mit festen Griffen meines Erachtens nichts zu tun. Ich fand's fast ein wenig heikel, aber raufwärts geht's.
Was den Aufstieg zum Plattners Gündle betrifft: Linkshaltend gibt es wirklich eine gute Trittspur. Wenn du noch etwas genauere Bemerkungen zum Aufstieg durchs Plattners Gündle zum Sattel vor dem Vorderen Rieffenkopf machen kannst, ich würde es gerne (natürlich mit Verweis auf dich als Autor) mit in meinen Tourenbericht einbauen. So macht der Hintere Rieffenkopf einfach mehr Spaß als über den Normalweg. Den direkten Aufstieg zum Gipfel habe ich nicht für möglich gehalten, da er mir durch Felsabbrüche unterbrochen schien. Am kurzen Gipfelaufschwung sieht das auch nicht besonders angenehm aus. Wenn man der auslaufenden Trittspur noch weiter folgt kann man recht gut auf den Grat queren und dann, wie von Laudahn beschrieben, den Gipfel gewinnen. Die Pfadspur ist tatsächlich etwas verzwickt und ich habe sie beim ersten mal wegen einigen Schneeresten auch verfehlt. Das Gelände wird recht schnell unangenehm. Bist du dir sicher, dass du auf dem Hüttenkopf warst? Das ist noch ein ganz schönes Stück. War es vielleicht der Vorgipfel, den auch Micha im Frühjahr erreicht hatte? Am Hahnenkopf gibt es einen markierten Steig direkt vom Sattel zwischen diesem und dem Hinteren Rieffenkopf. Den kann man eigentlich ohne Schnee kaum verfehlen.
Nächstes Jahr ist auf alle Fälle auch die Überschreitung Linkerskopf -Rotgundspitze dran. ich bin über alles dankbar, was es dazu an Informationen gibt. Zum Heubaum werde ich wohl über die Petersalpe ansteigen. Das ist zu Beginn nicht steil und das kleine Stück zum Grat wird schon zu bewältigen sein. Ich bin trotzdem für sämtliche, auch detailliertere Informationen dankbar.
Genauso Kegelköpfe: Beginnt der Aufstieg "Bei der Säge" wie in der AV-Karte eingezeichnet? Und würdest du den Südostgrat lieber im Aufstieg oder im Abstieg begehen? Vom Bettlerrücken sieht das schon abenteuerlich aus. Wieviel Höhenmeter sind denn wirklich dort oben extrem? Grödeln eher hilfreich oder störend?
Grüße Boris
Janina
Klar, ich finde es auch völlig in Ordnung, ins Forum längere Berichte zu schreiben.. mein Hinweis auf die Rubrik der Leserberichte war eigentlich nur dazu gedacht, Martin darauf aufmerksam zu machen, dass Bericht seiner Tour in dieser Rubrik vielleicht noch mehr Leser als im Forum erreicht. Es sollte also nur eine Anregung sein.
Aber du hast schon recht damit, Boris, dass ein "richtiger" Tourenbericht ne Menge Arbeit macht und wohl noch ausführlicher sein müsste..
Martins Tourenbeschreibungen hier im Forum sind auch meiner Meinung nach trotzdem sehr hilfreich für diejenigen, die evtl. die gleichen Routen gehen möchten, bzw. interessant für diejenigen, die sie bereits in dieser oder ähnlicher Form gegangen sind.
Gruß, Janina
Aber du hast schon recht damit, Boris, dass ein "richtiger" Tourenbericht ne Menge Arbeit macht und wohl noch ausführlicher sein müsste..
Martins Tourenbeschreibungen hier im Forum sind auch meiner Meinung nach trotzdem sehr hilfreich für diejenigen, die evtl. die gleichen Routen gehen möchten, bzw. interessant für diejenigen, die sie bereits in dieser oder ähnlicher Form gegangen sind.
Gruß, Janina
Martin
Hallo,
zunächst zum Thema Tourenbeschreibung:
ich finde, ohne Bilder lohnt das nicht, und die drei Wochen im Silence-Hotel in Kornau waren teuer genug (sonst war alles ausgebucht), da war eine Digicam einfach nicht mehr drin.
Nachdem mir aber mein Arbeitgeber zum fünfzigjährigen Firmenjubiläum eine normale Kamera überlassen hat, wird es 2004 vermutlich auch Bilder geben-versprochen!
Ansonsten habe ich mich auf die nötigsten Angaben beschränkt,
die der braucht, der mit AVF und Karte die Touren nachgehen will.
Das ist wohl das Allerwichtigste und hat mich auch schon Zeit gekostet.
Zum Kegelkopf:
Wenn man aus dem Traufbachtal zum Bettlerrücken aufsteigt, kann man gar nix verpassen und ist immer auf einem "offiziellen" Weg.
Wer trotzdem lieber in Gerstruben beginnt, muß bei der Rautalpe am Wildzaun entlang laufen incl. 90 Grad-Biegung und sollte dann auf den Weg stoßen, es gibt sogar einen (!) Holzwegweiser in Kopfhöhe.
Den Aufstieg über die Unteren Giebelmähder kann ich nicht beurteilen,
den kene ich noch nicht, sieht aber nach Allgäuer Grashang aus..
Zum Rieffenkopf:
Nochmal werde ich die Trittspur nicht suchen.
Wer erstmal an der Plattners Gündle-Hütte angekommen ist, erkennt direkt vor sich bergauf in der steilen Wiese ein Buchenwäldchen. Das wird rechts umgangen, und spätestens danach sollte man nach rechts an den Rand der Wiese queren, um an dem bewaldeten Grat wie beschrieben aufzusteigen.
Evtl. gibt es auf der linken Seite Trittspuren direkt zum Gipfel des Hinteren Rieffenkopfs, aber das würde ich beim ersten Versuch nicht ausprobieren wollen.
Der von mir beschriebene "direttissima"-Anstieg zum Hinteren Rieffenkopf ist alles andere als ausgesetzt oder sonstwie heikel, wer übers Plattner Gündle gekommen ist, schafft das locker.
Ob ich wirklich auf dem Hüttenkopf war, weiß ich nicht. Es war jedenfalls auf dem Grat nach Westen alles voller Latschen, und nach Osten zur Höfats sowie nach Norden ins Alpenrosen-Gern zur Lugenalp waren einige sehenswerte Schrofenabbrüche. Weil ich schon leicht dehydriert war, habe ich das nicht näher erkundet, steht aber auf dem Programmm für 2004.
Gibt es eigentlich auch einen Abstieg von dem von meinem "Hüttenkopf" aus leicht erreichbaren Vorgipfel (rundet die Hochweide des Gerstrubner Älpeles im Osten ab, evtl. Wannenkopf?) durch die Lawinenverbauungen?
Beim Linkerskopf braucht man eine gute Kondition (1500HM!).
Im Gipfelstück muß man sich am Seil hochziehen oder II+ klettern.
Der Abstieg über die Rothgundspitze ist m.E. der leichteste und kostet auch kaum mehr Kraft.
Evtl. auf der Rappenseehütte übernachten und am nächsten Tag Hochgundspitze, Rappenseekopf, Hochrappenkopf und Biberkopf mitnehmen.
Am Wannenkopf ist ein Verhauer nicht so tragisch, wenn man im Gras steigen kann. Wenn man nicht ins Bärgunttal absteigt, sondern stattdessen links, kommt man m.E. rasch auf den regulären Weg nach Baad.
Findest Du die AVF-Einstufung II für Höferspitze - Weißer Schrofen angemessen?
Gruß Martin
zunächst zum Thema Tourenbeschreibung:
ich finde, ohne Bilder lohnt das nicht, und die drei Wochen im Silence-Hotel in Kornau waren teuer genug (sonst war alles ausgebucht), da war eine Digicam einfach nicht mehr drin.
Nachdem mir aber mein Arbeitgeber zum fünfzigjährigen Firmenjubiläum eine normale Kamera überlassen hat, wird es 2004 vermutlich auch Bilder geben-versprochen!
Ansonsten habe ich mich auf die nötigsten Angaben beschränkt,
die der braucht, der mit AVF und Karte die Touren nachgehen will.
Das ist wohl das Allerwichtigste und hat mich auch schon Zeit gekostet.
Zum Kegelkopf:
Wenn man aus dem Traufbachtal zum Bettlerrücken aufsteigt, kann man gar nix verpassen und ist immer auf einem "offiziellen" Weg.
Wer trotzdem lieber in Gerstruben beginnt, muß bei der Rautalpe am Wildzaun entlang laufen incl. 90 Grad-Biegung und sollte dann auf den Weg stoßen, es gibt sogar einen (!) Holzwegweiser in Kopfhöhe.
Den Aufstieg über die Unteren Giebelmähder kann ich nicht beurteilen,
den kene ich noch nicht, sieht aber nach Allgäuer Grashang aus..
Zum Rieffenkopf:
Nochmal werde ich die Trittspur nicht suchen.
Wer erstmal an der Plattners Gündle-Hütte angekommen ist, erkennt direkt vor sich bergauf in der steilen Wiese ein Buchenwäldchen. Das wird rechts umgangen, und spätestens danach sollte man nach rechts an den Rand der Wiese queren, um an dem bewaldeten Grat wie beschrieben aufzusteigen.
Evtl. gibt es auf der linken Seite Trittspuren direkt zum Gipfel des Hinteren Rieffenkopfs, aber das würde ich beim ersten Versuch nicht ausprobieren wollen.
Der von mir beschriebene "direttissima"-Anstieg zum Hinteren Rieffenkopf ist alles andere als ausgesetzt oder sonstwie heikel, wer übers Plattner Gündle gekommen ist, schafft das locker.
Ob ich wirklich auf dem Hüttenkopf war, weiß ich nicht. Es war jedenfalls auf dem Grat nach Westen alles voller Latschen, und nach Osten zur Höfats sowie nach Norden ins Alpenrosen-Gern zur Lugenalp waren einige sehenswerte Schrofenabbrüche. Weil ich schon leicht dehydriert war, habe ich das nicht näher erkundet, steht aber auf dem Programmm für 2004.
Gibt es eigentlich auch einen Abstieg von dem von meinem "Hüttenkopf" aus leicht erreichbaren Vorgipfel (rundet die Hochweide des Gerstrubner Älpeles im Osten ab, evtl. Wannenkopf?) durch die Lawinenverbauungen?
Beim Linkerskopf braucht man eine gute Kondition (1500HM!).
Im Gipfelstück muß man sich am Seil hochziehen oder II+ klettern.
Der Abstieg über die Rothgundspitze ist m.E. der leichteste und kostet auch kaum mehr Kraft.
Evtl. auf der Rappenseehütte übernachten und am nächsten Tag Hochgundspitze, Rappenseekopf, Hochrappenkopf und Biberkopf mitnehmen.
Am Wannenkopf ist ein Verhauer nicht so tragisch, wenn man im Gras steigen kann. Wenn man nicht ins Bärgunttal absteigt, sondern stattdessen links, kommt man m.E. rasch auf den regulären Weg nach Baad.
Findest Du die AVF-Einstufung II für Höferspitze - Weißer Schrofen angemessen?
Gruß Martin
Thomas
Hallo Martin,
zunächst mal Kompliment, da sind dir ja wieder einige interessante Touren geglückt. Aber was war mit der Trettachspitze los ? Zu viel Schnee ? Das Problem hatte ich auch! Ich war die ersten 2 Septemberwochen in Oberstdorf und habe somit wohl die einzigen 2 Schlechtwetterwochen in diesem Sommer erwischt. Da fiel das Tourenprogramm sehr bescheiden aus. Nun ja, dafür habe ich mir den Viehscheid angeschaut. Tolle Alternative, oder ?
Bzgl. Himmelsschrofen empfinde ich den Weg über Schloßwies angenehmer. Meine Frau und ich sind über Schloßwies aufgestiegen und dann über die Himmelschrofen-Gipfel hinunter zur Truppersoy-Brücke abgestiegen. Der Abstieg von der Ringertsgundalpe, besonders durch den Lawinenschlag, verlief bis brusthöhe in Strauch und Baum. Also wer da den Aufstieg nicht kennt, der wird ihn wohl nicht so schnell finden. Außerdem gewinnt man über Schloßwies angenehmer an Höhe und wer die große Überschreitung durchführen will, der sollte nach meiner Meinung auch dort starten.
Da die Wetterbesserung bei uns erst gg. mittag eintrat und wir gerade in diesem Bereich mit den Fahrrädern unterwegs waren, war die Tour recht spontan und somit auch anstrengend, mit nur 1,5 l Wasser und 2 kleinen Traubenzuckerstücke für 2 Personen. Bei der großen Überschreitung bis Schmalhorn muss man wohl deutlich früher starten. Aber die gibt es dann erst im nächsten Jahr.
Hallo Boris,
bzgl. Kegelkopf empfehle ich den Aufstieg aus dem Traufbachtal. Ich war in diesem Jahr an den erstem Maitagen am Gipfel und bin über die Krautersalpe aufgestiegen. Der Weg ist völlig unproblematisch zu finden und war zu dieser Jahreszeit schon schneefrei (bis auf Restfelder am Griesstall). Hier hast du besten Blick auf Krottenspitzen, Fürschießer und die restl. Allgäuer Bergwelt. Oben am Sattel muss man dann den Weg verlassen und auf den Grat aufsteigen. Besonders im Gipfelbereich sind die Grasflanken schon steil, aber in jedem Fall machbar. Du kennst dich in derartigen Gebieten (Rieffenkopf, Himmelschrofen) ja bekanntlich gut aus. Als Abstieg ist der Steig hinunter in das Dietersbachtal denkbar. Der war im Mai jedoch noch teilweise im Schnee, daher bin ich wieder ins Traufbachtal abgestiegen. In den Bereichen des Kegelkopfes sollte entsprechende Erfahrung und Gebietskenntnisse vorhanden sein. An meinen Gipfeltag hat sich ein „Bergwanderer“ beim Abstieg nach Gerstruben verstiegen und musste per Heli nach Spielmannsau, wo er Gast war, zurückgebracht werden.
Bzgl. Linkerskopf hat Martin schon ausführlich gepostet. Die Stelle am Gipfelaufbau ist meiner Meinung nach auch ohne Seil nicht II+. Mit dem Seil oder an anderen Stellen leicht links oder rechts ist auch das letzte Stück machbar. Bei dem Übergang der Scharte zwischen Linkerskopf u Rotgundspitze ist noch mal Vorsicht geboten (II, brüchig), dann erfolgt wie Martin sagt „Genusskletterei“ zur Rotgundspitze. Ich würde in jedem Fall an der Rappenseehütte übernachten. Diesen schönen Platz sollte man nicht so schnell verlassen und eher bei einem Russenmaß den Sonnenuntergang über Linkerskopf und Rotgundspitze genießen.
Ansonsten viel Spaß – leider geht die Bergsaison langsam zu Ende!
Servus,
Thomas
zunächst mal Kompliment, da sind dir ja wieder einige interessante Touren geglückt. Aber was war mit der Trettachspitze los ? Zu viel Schnee ? Das Problem hatte ich auch! Ich war die ersten 2 Septemberwochen in Oberstdorf und habe somit wohl die einzigen 2 Schlechtwetterwochen in diesem Sommer erwischt. Da fiel das Tourenprogramm sehr bescheiden aus. Nun ja, dafür habe ich mir den Viehscheid angeschaut. Tolle Alternative, oder ?
Bzgl. Himmelsschrofen empfinde ich den Weg über Schloßwies angenehmer. Meine Frau und ich sind über Schloßwies aufgestiegen und dann über die Himmelschrofen-Gipfel hinunter zur Truppersoy-Brücke abgestiegen. Der Abstieg von der Ringertsgundalpe, besonders durch den Lawinenschlag, verlief bis brusthöhe in Strauch und Baum. Also wer da den Aufstieg nicht kennt, der wird ihn wohl nicht so schnell finden. Außerdem gewinnt man über Schloßwies angenehmer an Höhe und wer die große Überschreitung durchführen will, der sollte nach meiner Meinung auch dort starten.
Da die Wetterbesserung bei uns erst gg. mittag eintrat und wir gerade in diesem Bereich mit den Fahrrädern unterwegs waren, war die Tour recht spontan und somit auch anstrengend, mit nur 1,5 l Wasser und 2 kleinen Traubenzuckerstücke für 2 Personen. Bei der großen Überschreitung bis Schmalhorn muss man wohl deutlich früher starten. Aber die gibt es dann erst im nächsten Jahr.
Hallo Boris,
bzgl. Kegelkopf empfehle ich den Aufstieg aus dem Traufbachtal. Ich war in diesem Jahr an den erstem Maitagen am Gipfel und bin über die Krautersalpe aufgestiegen. Der Weg ist völlig unproblematisch zu finden und war zu dieser Jahreszeit schon schneefrei (bis auf Restfelder am Griesstall). Hier hast du besten Blick auf Krottenspitzen, Fürschießer und die restl. Allgäuer Bergwelt. Oben am Sattel muss man dann den Weg verlassen und auf den Grat aufsteigen. Besonders im Gipfelbereich sind die Grasflanken schon steil, aber in jedem Fall machbar. Du kennst dich in derartigen Gebieten (Rieffenkopf, Himmelschrofen) ja bekanntlich gut aus. Als Abstieg ist der Steig hinunter in das Dietersbachtal denkbar. Der war im Mai jedoch noch teilweise im Schnee, daher bin ich wieder ins Traufbachtal abgestiegen. In den Bereichen des Kegelkopfes sollte entsprechende Erfahrung und Gebietskenntnisse vorhanden sein. An meinen Gipfeltag hat sich ein „Bergwanderer“ beim Abstieg nach Gerstruben verstiegen und musste per Heli nach Spielmannsau, wo er Gast war, zurückgebracht werden.
Bzgl. Linkerskopf hat Martin schon ausführlich gepostet. Die Stelle am Gipfelaufbau ist meiner Meinung nach auch ohne Seil nicht II+. Mit dem Seil oder an anderen Stellen leicht links oder rechts ist auch das letzte Stück machbar. Bei dem Übergang der Scharte zwischen Linkerskopf u Rotgundspitze ist noch mal Vorsicht geboten (II, brüchig), dann erfolgt wie Martin sagt „Genusskletterei“ zur Rotgundspitze. Ich würde in jedem Fall an der Rappenseehütte übernachten. Diesen schönen Platz sollte man nicht so schnell verlassen und eher bei einem Russenmaß den Sonnenuntergang über Linkerskopf und Rotgundspitze genießen.
Ansonsten viel Spaß – leider geht die Bergsaison langsam zu Ende!
Servus,
Thomas
Martin
Zum Linkerskopf muß ich bemerken, daß ich durch die überflüssige Steilgraseinlage am Heubaum Zeit und Kraft vergeudet habe.
Am Gipfelaufbau habe ich jedenfalls ohne seitliches Ausweichen keine Alternative zum Seil gesehen. Die Griffe waren ein ganzes Stück kleiner als z.B. am Himmelschrofenzug, und vergleichsweise ausgesetzt war es auch. Ohne das Seil hätte ich da ein gewisses Problem gehabt.
Immerhin waren auch direkt am Gipfel Schafe zu sehen, und die schaffen zugegebenermaßen wohl keine II+.
Trettachspitze war in der Woche 07.-14. September erst ein paar Tage in Wolken und dann eingeschneit bis ca. 2100m.
Da der Anstieg über die Hintere Einödsbergalpe vermutlich ziemlich verschlammt war, habe ich mir das dann geschenkt.
Gruß
Martin
Am Gipfelaufbau habe ich jedenfalls ohne seitliches Ausweichen keine Alternative zum Seil gesehen. Die Griffe waren ein ganzes Stück kleiner als z.B. am Himmelschrofenzug, und vergleichsweise ausgesetzt war es auch. Ohne das Seil hätte ich da ein gewisses Problem gehabt.
Immerhin waren auch direkt am Gipfel Schafe zu sehen, und die schaffen zugegebenermaßen wohl keine II+.
Trettachspitze war in der Woche 07.-14. September erst ein paar Tage in Wolken und dann eingeschneit bis ca. 2100m.
Da der Anstieg über die Hintere Einödsbergalpe vermutlich ziemlich verschlammt war, habe ich mir das dann geschenkt.
Gruß
Martin
Bernd
Servus Martin und Thomas,
Herzlichen Glückwunsch zu Eueren Touren,in diesem Sommer dürften doch wohl alle in den Oberstdorfer Bergen auf ihre Kosten gekommen sein. Habe ebenfalls gerade Urlaub und bin jeden Tag unterwegs. Kegelkopf, Höfats Nordostgrat, Kemptener-Hütte, Mindelheimer Klettersteig usw. War auch mit den Kindern auf dem Viehscheid.
Bernd
Herzlichen Glückwunsch zu Eueren Touren,in diesem Sommer dürften doch wohl alle in den Oberstdorfer Bergen auf ihre Kosten gekommen sein. Habe ebenfalls gerade Urlaub und bin jeden Tag unterwegs. Kegelkopf, Höfats Nordostgrat, Kemptener-Hütte, Mindelheimer Klettersteig usw. War auch mit den Kindern auf dem Viehscheid.
Bernd
Webmaster
Hallo Bernd,
du hast wirklich den Höfats Nordostgrat (AVF 1588, III. Grad) gemacht?
Respekt kann ich da nur sagen! Vielleicht kannst du mal noch Einzelheiten zu der Tour verraten?
Auf Fotos wäre ich, und die anderen sicher auch, wirklich gespannt.. :-)
Gruß, Thorsten
(der dieses Jahr allgäumäßig leider nur auf dem Gr. Krottenkopf war - aber vielleicht geht ja noch was im Oktober).
du hast wirklich den Höfats Nordostgrat (AVF 1588, III. Grad) gemacht?
Respekt kann ich da nur sagen! Vielleicht kannst du mal noch Einzelheiten zu der Tour verraten?
Auf Fotos wäre ich, und die anderen sicher auch, wirklich gespannt.. :-)
Gruß, Thorsten
(der dieses Jahr allgäumäßig leider nur auf dem Gr. Krottenkopf war - aber vielleicht geht ja noch was im Oktober).
Boris Stephan
O.K., dann versuche ich mal auf alles einzugehen:
Übergang Höferspitze - Weißer Schrofen:
Es ist das übliche Dilemma im Allgäu, aber mir ist eine Aufwertung auf II immer lieber als ein weit über die Definitionsgrenze hinaus gedehnter Ier. Zunächst mal ist der Übergang zum Gipfelaufbau auf dem Grat schon recht luftig, aber ohne Schwierigkeiten. Den Aufstieg zum Weißen Schrofen fand ich anspruchsvoller, als im "Allgäuer Alpen, neu entdeckt" beschrieben. Der erste Abschnitt über Steilgras ist sehr steil und bei Nässe dringend zu widerraten. Ich habe mich allerdings zu weit rechts gehalten, was mit mehr Steilgras verbunden war, dafür aber die griffärmere Plattenzone umging. Also technisch würde ich sagen I, aber wegen des steilen Grasgeländes finde ich II als kleinen Warnhinweis in Ordnung. Der Abstieg über die Gratschneide über gut gestuften Fels und Gras ist aber wegen der Steilheit auf alle Fälle mit II angemessen bewertet.
Kegelköpfe:
Auch ich habe sie endlich am vergangenen Freitag in Verbindung Kreuzeck - Rauheck bestiegen. Ich bin bei der Säge aufgestiegen und habe am Wildzaun etwas suchen müssen. Ich bin an der linken Seite hoch, rechts wäre wohl besser gewesen. Der Steig selbst ist dann aber sehr deutlich, da war ich positiv überrascht. Ich bin dann im Gündle nicht in die Westflanke gequert, sondern wie von Laudahn beschrieben direkt über den Nordwestgrat zum Gipfel gestiegen. Das ist nur auf den ersten 5 Metern etwas undeutlich, dann findet man selbst im Erlengestrüpp immer eine deutliche Pfadspur. Insofern ist es mir etwas unklar, dass jemand vom Gipfel aus sich versteigen konnte. Wahrscheinlich ist selbige Person nicht über den Grat abgestiegen. Den Abstieg über den Südostgrat zum Sattel vor dem Bettlerrücken fiel mir persönlich leicht und ist meiner Meinung nach bei trockenem Boden völlig unkritisch. Ich habe diese Tour ewig geschoben, weil ich vor genau diesem Teilstück Bammel hatte. Der Blick auf die Höfats ist wirklich umwerfend schön.
Linkerskopf:
Danke für die vielen Hinweise. Mit Seil dürfte die Sache zumindest nun sicher sein. Nächstes Jahr ist er fällig! Ob nun 2+ hin oder her, auf alle Fälle scheint I den Schwierigkeiten unter dem Gipfel nicht gerecht zu werden. Ich finde es prinzipiell falsch, Schlüsselstellen abzuwerten. Kurz unterm Gipfel umdrehen zu müssen, ist nach einem solch mühsamen Aufstieg hart. Auch der Krumme Stein am Fürschießer ist meiner Meinung nach II und besonders in Abwärtsrichtung sicher nicht einfach. Nach Rainer Vavra kann man ihn in der Nordostflanke im Grasschrofengelände mit I umgehen, das ist aber nicht ganz ungefährlich. Offenbar ist da manch einer schon wieder umgedreht.
Wannenberg:
Tragisch ist der Abstieg über den Viehtrieb und weglos durch den Wald nicht, sondern einfach nur unschön und alles andere als ein schöner Ausklang dieser schönen Tour. Gefährlich wird es, wenn einem hier was zustößt. Da wird man eventuell erst Monate später gefunden. Nicht jeder steigt mit einer l.m.a.A.-Haltung durch solch ein Gelände. In Bezug auf meine Homepage ist mir eine klare und akzeptable Abstiegsroute wichtig. Sowas kann ich aber echt niemanden anbieten.
Übergang Höferspitze - Weißer Schrofen:
Es ist das übliche Dilemma im Allgäu, aber mir ist eine Aufwertung auf II immer lieber als ein weit über die Definitionsgrenze hinaus gedehnter Ier. Zunächst mal ist der Übergang zum Gipfelaufbau auf dem Grat schon recht luftig, aber ohne Schwierigkeiten. Den Aufstieg zum Weißen Schrofen fand ich anspruchsvoller, als im "Allgäuer Alpen, neu entdeckt" beschrieben. Der erste Abschnitt über Steilgras ist sehr steil und bei Nässe dringend zu widerraten. Ich habe mich allerdings zu weit rechts gehalten, was mit mehr Steilgras verbunden war, dafür aber die griffärmere Plattenzone umging. Also technisch würde ich sagen I, aber wegen des steilen Grasgeländes finde ich II als kleinen Warnhinweis in Ordnung. Der Abstieg über die Gratschneide über gut gestuften Fels und Gras ist aber wegen der Steilheit auf alle Fälle mit II angemessen bewertet.
Kegelköpfe:
Auch ich habe sie endlich am vergangenen Freitag in Verbindung Kreuzeck - Rauheck bestiegen. Ich bin bei der Säge aufgestiegen und habe am Wildzaun etwas suchen müssen. Ich bin an der linken Seite hoch, rechts wäre wohl besser gewesen. Der Steig selbst ist dann aber sehr deutlich, da war ich positiv überrascht. Ich bin dann im Gündle nicht in die Westflanke gequert, sondern wie von Laudahn beschrieben direkt über den Nordwestgrat zum Gipfel gestiegen. Das ist nur auf den ersten 5 Metern etwas undeutlich, dann findet man selbst im Erlengestrüpp immer eine deutliche Pfadspur. Insofern ist es mir etwas unklar, dass jemand vom Gipfel aus sich versteigen konnte. Wahrscheinlich ist selbige Person nicht über den Grat abgestiegen. Den Abstieg über den Südostgrat zum Sattel vor dem Bettlerrücken fiel mir persönlich leicht und ist meiner Meinung nach bei trockenem Boden völlig unkritisch. Ich habe diese Tour ewig geschoben, weil ich vor genau diesem Teilstück Bammel hatte. Der Blick auf die Höfats ist wirklich umwerfend schön.
Linkerskopf:
Danke für die vielen Hinweise. Mit Seil dürfte die Sache zumindest nun sicher sein. Nächstes Jahr ist er fällig! Ob nun 2+ hin oder her, auf alle Fälle scheint I den Schwierigkeiten unter dem Gipfel nicht gerecht zu werden. Ich finde es prinzipiell falsch, Schlüsselstellen abzuwerten. Kurz unterm Gipfel umdrehen zu müssen, ist nach einem solch mühsamen Aufstieg hart. Auch der Krumme Stein am Fürschießer ist meiner Meinung nach II und besonders in Abwärtsrichtung sicher nicht einfach. Nach Rainer Vavra kann man ihn in der Nordostflanke im Grasschrofengelände mit I umgehen, das ist aber nicht ganz ungefährlich. Offenbar ist da manch einer schon wieder umgedreht.
Wannenberg:
Tragisch ist der Abstieg über den Viehtrieb und weglos durch den Wald nicht, sondern einfach nur unschön und alles andere als ein schöner Ausklang dieser schönen Tour. Gefährlich wird es, wenn einem hier was zustößt. Da wird man eventuell erst Monate später gefunden. Nicht jeder steigt mit einer l.m.a.A.-Haltung durch solch ein Gelände. In Bezug auf meine Homepage ist mir eine klare und akzeptable Abstiegsroute wichtig. Sowas kann ich aber echt niemanden anbieten.
Thomas
Hallo Bernd,
wir sind leider, während den 2 Septembnerwochen "nicht auf unsere Kosten gekommen"! Wir haben in diesem "Jahrhundert"-Sommer wohl die einzigen 2 Schlechtwetter-Wochen erwischt. Somit viel das Tourprogramm sehr bescheiden aus mit Schattenberg, auch bei Schlechtwetter, Himmelschrofen und Liechelkopf. Als dann noch bis 1800m der Schnee fiel, mußte auch die Trettachspitze abgesagt werden. Daher bin ich schwer begeistert nach Hause gefahren. Fazit für mich: Nächstes Jahr fahren wir nur bei entsprechenden Wetter spontan ins Allgäu und nicht, wie in diesem Jahr, mit Buchung 1 Jahr vorher.
Dir noch viel Spaß bei deinen Touren.
Gruß,Thomas.
wir sind leider, während den 2 Septembnerwochen "nicht auf unsere Kosten gekommen"! Wir haben in diesem "Jahrhundert"-Sommer wohl die einzigen 2 Schlechtwetter-Wochen erwischt. Somit viel das Tourprogramm sehr bescheiden aus mit Schattenberg, auch bei Schlechtwetter, Himmelschrofen und Liechelkopf. Als dann noch bis 1800m der Schnee fiel, mußte auch die Trettachspitze abgesagt werden. Daher bin ich schwer begeistert nach Hause gefahren. Fazit für mich: Nächstes Jahr fahren wir nur bei entsprechenden Wetter spontan ins Allgäu und nicht, wie in diesem Jahr, mit Buchung 1 Jahr vorher.
Dir noch viel Spaß bei deinen Touren.
Gruß,Thomas.
Thomas
Hallo Thorsten,
auch wenn folgende Nachricht eher zu den Ötztalern paßt, hier noch folgende
Bemerkung:
Hab interessiert deine Bilder der Wildspitze und Umgebung angeschaut. Toll!
Ich war ziemlich überrascht, dass der Gipfel und der Übergang zum Nachbargipfel schneefrei waren! Als meine Frau und ich im Juli letzten Jahres auf der Wildspitze waren, lag der Gipfel und der Übergang tief im Schnee. Ich hätte nie gedacht, das hier der Firn bzw. Schnee soweit zurückgeht.
Auch wenn allgäumäßig dein Programm in diesem Jahr kleiner ausgefallen ist, hast du sicher in den Ötztaler Alpen ein sehr interessantes Gebiet gefunden. Daher hier auch der Hinweis an die Allgäu-Forumisten: Wer über die Allgäuer hinausmöchte, der findet sehr interessante Touren in und um den Ötztaler Alpen (viele 3000er Gipfel, schöne Gletschertouren und Unterkunftshütten). Ich denke du stimmst mir da zu!
Viel Glück noch im Oktober!
Gruß, Thomas.
auch wenn folgende Nachricht eher zu den Ötztalern paßt, hier noch folgende
Bemerkung:
Hab interessiert deine Bilder der Wildspitze und Umgebung angeschaut. Toll!
Ich war ziemlich überrascht, dass der Gipfel und der Übergang zum Nachbargipfel schneefrei waren! Als meine Frau und ich im Juli letzten Jahres auf der Wildspitze waren, lag der Gipfel und der Übergang tief im Schnee. Ich hätte nie gedacht, das hier der Firn bzw. Schnee soweit zurückgeht.
Auch wenn allgäumäßig dein Programm in diesem Jahr kleiner ausgefallen ist, hast du sicher in den Ötztaler Alpen ein sehr interessantes Gebiet gefunden. Daher hier auch der Hinweis an die Allgäu-Forumisten: Wer über die Allgäuer hinausmöchte, der findet sehr interessante Touren in und um den Ötztaler Alpen (viele 3000er Gipfel, schöne Gletschertouren und Unterkunftshütten). Ich denke du stimmst mir da zu!
Viel Glück noch im Oktober!
Gruß, Thomas.
Bernd
Hallo Thorsten,
bezüglich der Fotos muß ich Dich leider entäuschen da ich nie einen Foto dabei habe. Nun einige persönliche Anmerkungen zum Nordostgrat der Höfats. Wir sind nicht über die kl. Höfats eingestiegen sondern durch das Rote Loch.Zu Beginn kommt dann gleich mal ein ca. 30m langer sehr unangenehmer Kamin der mit viel Gras durchzogen ist und somit auch sehr brüchiges Gestein aufweist, für Leute mit guter Moral und einigen Reserven im dreier Gelände durchaus machbar. Mit vergnügen hat das allerdings nicht viel zu tun. Sollte jemand auf die Idee kommen dort ein Seil mitzunehmen bringt es maximal nur etwas für den Nachsteigenden, in der Mitte des Kamines steckt nur ein einziger total verrosteter Haken. Für den Kamin wäre meines erachtens eine 3+ angebracht.Nach dem Kamin geht es wie im AVF beschrieben immer der Gratkante nach, jeglicher Fels ist sehr kritisch zu betrachten da er nur selten richtig am Berg verwachsen ist. Sollte die Gratkante mal unangenehm zu klettern sein muß man immer in die linke Flanke ausweichen. Wenn das Gras noch gut im Saft steht und man sehr luftige Gratkletterei mag eine durchaus anspruchsvolle und tolle Klettertour. Was die Nerven anbelangt waren wir am Mittelgipfel doch ziemlich ausgebrannt, die weitere Überschreitung zum Ostgipfel ist uns dann wie eine Autobahn vorgekommen. Fazit der Tour für uns war, einmal genügt, man darf sie mal gemacht haben aber das Restrisiko ist schon sehr hoch, allerdings habe ich das nach dem Himmelhorn Südgrat (Rädlergrat) auch schon gesagt und habe schon meine zweite Begehung hinter mir. Gestern war ich auf der Jochspitze im Oytal und bin zum Rauheck gegangen, von dort zum Älpelesattel abgestiegen und mit dem Fahrrad wieder von der Käseralp heimgefahren, das sind dann schon Genußtouren.
Bernd
bezüglich der Fotos muß ich Dich leider entäuschen da ich nie einen Foto dabei habe. Nun einige persönliche Anmerkungen zum Nordostgrat der Höfats. Wir sind nicht über die kl. Höfats eingestiegen sondern durch das Rote Loch.Zu Beginn kommt dann gleich mal ein ca. 30m langer sehr unangenehmer Kamin der mit viel Gras durchzogen ist und somit auch sehr brüchiges Gestein aufweist, für Leute mit guter Moral und einigen Reserven im dreier Gelände durchaus machbar. Mit vergnügen hat das allerdings nicht viel zu tun. Sollte jemand auf die Idee kommen dort ein Seil mitzunehmen bringt es maximal nur etwas für den Nachsteigenden, in der Mitte des Kamines steckt nur ein einziger total verrosteter Haken. Für den Kamin wäre meines erachtens eine 3+ angebracht.Nach dem Kamin geht es wie im AVF beschrieben immer der Gratkante nach, jeglicher Fels ist sehr kritisch zu betrachten da er nur selten richtig am Berg verwachsen ist. Sollte die Gratkante mal unangenehm zu klettern sein muß man immer in die linke Flanke ausweichen. Wenn das Gras noch gut im Saft steht und man sehr luftige Gratkletterei mag eine durchaus anspruchsvolle und tolle Klettertour. Was die Nerven anbelangt waren wir am Mittelgipfel doch ziemlich ausgebrannt, die weitere Überschreitung zum Ostgipfel ist uns dann wie eine Autobahn vorgekommen. Fazit der Tour für uns war, einmal genügt, man darf sie mal gemacht haben aber das Restrisiko ist schon sehr hoch, allerdings habe ich das nach dem Himmelhorn Südgrat (Rädlergrat) auch schon gesagt und habe schon meine zweite Begehung hinter mir. Gestern war ich auf der Jochspitze im Oytal und bin zum Rauheck gegangen, von dort zum Älpelesattel abgestiegen und mit dem Fahrrad wieder von der Käseralp heimgefahren, das sind dann schon Genußtouren.
Bernd
Boris Stephan
Puh, Rädlergrat. Also Bernd, ich glaube dir nun gerne, dass dir die Kreuzkarspitze leicht gefallen ist und du eine I für angemessen hältst. Mein Respekt! Ich wusste gar nicht, dass du so wildes Zeug machst. Pass auf dich auf!
Grüße Boris
Grüße Boris
Bernd
Hallo Boris,
ich war noch nie an der Kreuzkarspitze, da handelt es sich wohl um einen Namenskollegen.
Der Bernd aus Oberstdorf
ich war noch nie an der Kreuzkarspitze, da handelt es sich wohl um einen Namenskollegen.
Der Bernd aus Oberstdorf
Boris Stephan
Hallo Bernd, sorry, das war ne echte Verwechslung. Ich habe dem anderen Bernd auch schon geschrieben, dass es ohnehin blöd von mir war, das mit der Kreukarspitze ins Forum zu schreiben, da das einst ein rein privater Austausch war und keinen Bezug hatte. Folgendes habe ich im Anschluss noch dem anderen Bernd privat geschrieben:
Was ich noch fragen wollte: Auch wenn du sicherlich vom Himmelhorn zum Schneck weitergestiegen bist (was für mich nun mal nicht in Betracht kommt), kannst du was über die Zustiege links und rechts des Himmelhorns sagen? Die Hohen Gänge habe ich mir mal vom Rotkopf aus angeschaut, da habe ich im hintersten Teil, also kurz vor dem Himmelhorn, sogar Pfadspuren gesehen. Da ist das Gelände aber wohl auch nicht besonders stark geneigt. Auch an der Gratkante des nach Osten senkrecht abbrechenden Grasdachs unterhalb des turmartig erscheinenden Gipfels des Schnecks habe ich vom Schnecksattel aus Trittspuren gesehen, welche aber u.U. nur als Zustieg zu R1653 dienen können. Die Steilheit des Geländes in den Hohen Gängen konnte ich nicht wirklich gut einschätzen. Ebenso konnte ich nicht beurteilen, ob die Grasdecke geschlossen ist oder steile Erdtritte zusätzliche Schwierigkeiten bei der Querung mit sich bringen. Falls es jedoch Trittspuren gibt, ist die Querung wohl gut machbar. Die 2. Alternative für mich könnte dann nur noch die in R1661a beschriebene Variante sein. Vom Himmelecksattel aus sieht das aber abenteuerlich steil aus und das plattige Gestein auch nicht besonders griffreich. Wenn man sich aber das Photo im AVF anschaut oder vom Älpelesattel hinüberblickt scheint das Gelände nicht stärker als 40° geneigt und gut machbar. Den beschriebenen Weg ins Bockkar konnte ich ebenfalls nicht ausmachen. Das Gelände ist viel wilder, als es von weiter unten den Eindruck macht. Ich vermute aber fast, dass man vom Himmelhorn selbst einen besseren Überblick hat. Es wäre eben eine hübsche Sache, nicht nur den Schneck, sondern auch noch das Himmelhorn in einer Tagestour miteinander zu verbinden.
Vielleicht wär's nicht schlecht, wenn du einen kurzen Blick auf meine eigene Seite wirfst (www.gipfelsuechtig.de, keine Abwerbung, verzeih mir das bitte Thorsten), dann kannst du meine nicht gerade berühmten Alpinkünste besser einschätzen. Bin leider kein so ein abgebrühter Kletterer.
Was ich noch fragen wollte: Auch wenn du sicherlich vom Himmelhorn zum Schneck weitergestiegen bist (was für mich nun mal nicht in Betracht kommt), kannst du was über die Zustiege links und rechts des Himmelhorns sagen? Die Hohen Gänge habe ich mir mal vom Rotkopf aus angeschaut, da habe ich im hintersten Teil, also kurz vor dem Himmelhorn, sogar Pfadspuren gesehen. Da ist das Gelände aber wohl auch nicht besonders stark geneigt. Auch an der Gratkante des nach Osten senkrecht abbrechenden Grasdachs unterhalb des turmartig erscheinenden Gipfels des Schnecks habe ich vom Schnecksattel aus Trittspuren gesehen, welche aber u.U. nur als Zustieg zu R1653 dienen können. Die Steilheit des Geländes in den Hohen Gängen konnte ich nicht wirklich gut einschätzen. Ebenso konnte ich nicht beurteilen, ob die Grasdecke geschlossen ist oder steile Erdtritte zusätzliche Schwierigkeiten bei der Querung mit sich bringen. Falls es jedoch Trittspuren gibt, ist die Querung wohl gut machbar. Die 2. Alternative für mich könnte dann nur noch die in R1661a beschriebene Variante sein. Vom Himmelecksattel aus sieht das aber abenteuerlich steil aus und das plattige Gestein auch nicht besonders griffreich. Wenn man sich aber das Photo im AVF anschaut oder vom Älpelesattel hinüberblickt scheint das Gelände nicht stärker als 40° geneigt und gut machbar. Den beschriebenen Weg ins Bockkar konnte ich ebenfalls nicht ausmachen. Das Gelände ist viel wilder, als es von weiter unten den Eindruck macht. Ich vermute aber fast, dass man vom Himmelhorn selbst einen besseren Überblick hat. Es wäre eben eine hübsche Sache, nicht nur den Schneck, sondern auch noch das Himmelhorn in einer Tagestour miteinander zu verbinden.
Vielleicht wär's nicht schlecht, wenn du einen kurzen Blick auf meine eigene Seite wirfst (www.gipfelsuechtig.de, keine Abwerbung, verzeih mir das bitte Thorsten), dann kannst du meine nicht gerade berühmten Alpinkünste besser einschätzen. Bin leider kein so ein abgebrühter Kletterer.
Bernd
Hallo Boris,
bezüglich Deinen Anfragen zu den Zustiegen des Himmelhorns kann ich Dir leider nicht sehr viel sagen. Bin nur bei meiner ersten Besteigung des Rädlergrates am P.2163 direkt in Richtung Himmeleck gequert um im Anschluß noch die Schneck Ostwand zu gehen, aber das war keine tolle Lauferei bei dieser Hangneigung. Die sicherste Möglichkeit ist meiner Meinung nach vom Vorgipfel des Schnecks am Grat zum Himmelhorn abzusteigen, somit hast Du immer die Möglichkeit umzudrehen wenn es zu steil wird. Der Abstieg dann vom P.2163 wird Dich mit Sicherheit zum Nachdenken bringen. Bei den anderen Zustiegen wäre ich mit Sicherheit sehr vorsichtig, da gerade auf den Grashängen um die Route 1661a jeden Winter die Lawinen Graswasen mitnehmen und somit die Errosion dort sehr schnell von statten geht. Im Klartext heißt das daß Du dem Führer nicht mehr alles glauben darfst. Solltest Du in solch einem Gelände alte Wege und Zustiege suchen, kann ich Dir nur empfehlen rechtzeitig umzudrehen. Als Ausrüstung sind Griffschuhe, oder Steigeisen und ein Eisgerät obligat, plus guter Moral. Ein Regenschauer oder im Herbst auf den Schattenseiten naßes Gras verschlechtern die Verhältnisse natürlich ungemein.
Bernd
bezüglich Deinen Anfragen zu den Zustiegen des Himmelhorns kann ich Dir leider nicht sehr viel sagen. Bin nur bei meiner ersten Besteigung des Rädlergrates am P.2163 direkt in Richtung Himmeleck gequert um im Anschluß noch die Schneck Ostwand zu gehen, aber das war keine tolle Lauferei bei dieser Hangneigung. Die sicherste Möglichkeit ist meiner Meinung nach vom Vorgipfel des Schnecks am Grat zum Himmelhorn abzusteigen, somit hast Du immer die Möglichkeit umzudrehen wenn es zu steil wird. Der Abstieg dann vom P.2163 wird Dich mit Sicherheit zum Nachdenken bringen. Bei den anderen Zustiegen wäre ich mit Sicherheit sehr vorsichtig, da gerade auf den Grashängen um die Route 1661a jeden Winter die Lawinen Graswasen mitnehmen und somit die Errosion dort sehr schnell von statten geht. Im Klartext heißt das daß Du dem Führer nicht mehr alles glauben darfst. Solltest Du in solch einem Gelände alte Wege und Zustiege suchen, kann ich Dir nur empfehlen rechtzeitig umzudrehen. Als Ausrüstung sind Griffschuhe, oder Steigeisen und ein Eisgerät obligat, plus guter Moral. Ein Regenschauer oder im Herbst auf den Schattenseiten naßes Gras verschlechtern die Verhältnisse natürlich ungemein.
Bernd
Martin
"In den Oberstdorfer Bergen wurde am Sonntag die Leiche der seit Anfang September vermissten Frau gefunden.
Am Sonntag wurde die Leiche der seit Anfang September vermissten 41 Jahre alten Frau gefunden. Die Tote lag im Bereich eines heute kaum mehr benutzten Weges im Bereich Blattner-Gündle nahe dem Hahnenköpfle oberhalb des Oytales. Die Bergwacht Oberstdorf geht davon aus, daß die Frau abgestürzt war und sich dabei Verletzungen zugezogen hatte, die aber nicht die Todesursache gewesen sein dürften. Denn sie hatte noch einen Bekannten per Handy anrufen können. Diesem hatte sie erklärt, sie sei abgestürzt, es sei aber nicht so schlimm. Vermutlich konnte die Frau dann aber doch nicht aus eigener Kraft ins Tal absteigen, sondern erfror in den kalten Nächten der ersten Septemberwoche. Bergwacht und Polizei hatten mehrfach Suchaktionen durchgeführt, die aber jeweils erfolglos abgebrochen worden waren."
Quelle:
http://www.bergwacht-bayern.de/oberstdorf/News-Einsaetze/news.htm
Am Sonntag wurde die Leiche der seit Anfang September vermissten 41 Jahre alten Frau gefunden. Die Tote lag im Bereich eines heute kaum mehr benutzten Weges im Bereich Blattner-Gündle nahe dem Hahnenköpfle oberhalb des Oytales. Die Bergwacht Oberstdorf geht davon aus, daß die Frau abgestürzt war und sich dabei Verletzungen zugezogen hatte, die aber nicht die Todesursache gewesen sein dürften. Denn sie hatte noch einen Bekannten per Handy anrufen können. Diesem hatte sie erklärt, sie sei abgestürzt, es sei aber nicht so schlimm. Vermutlich konnte die Frau dann aber doch nicht aus eigener Kraft ins Tal absteigen, sondern erfror in den kalten Nächten der ersten Septemberwoche. Bergwacht und Polizei hatten mehrfach Suchaktionen durchgeführt, die aber jeweils erfolglos abgebrochen worden waren."
Quelle:
http://www.bergwacht-bayern.de/oberstdorf/News-Einsaetze/news.htm
Webmaster
Hallo Bernd,
tja, schade, daß du keine Kamera mitnimmst.. wie wärs denn mal mit so ner ganz kleinen Digitalkamera oder so? :-)
Im großen und ganzen kann ich mich da nur dem Boris anschließen und sagen: Respekt! Sowohl was Höfats als auch Rädlergrat angeht, also ich glaub das wär mir dann doch eine Nummer zu heftig.
Also, dann paß mal gut auf dich auf,
Gruß, Thorsten
tja, schade, daß du keine Kamera mitnimmst.. wie wärs denn mal mit so ner ganz kleinen Digitalkamera oder so? :-)
Im großen und ganzen kann ich mich da nur dem Boris anschließen und sagen: Respekt! Sowohl was Höfats als auch Rädlergrat angeht, also ich glaub das wär mir dann doch eine Nummer zu heftig.
Also, dann paß mal gut auf dich auf,
Gruß, Thorsten
Webmaster
Hab das schon auf der Bergwachtseite gelesen.. also ich verstehe es nach wie vor nicht, wieso die Frau nicht die Bergwacht gerufen hat. Hat sie sich etwa geniert? Oder ihre eigene Situation derart falsch eingeschätzt?
Schon eine sehr komische Sache..
Gruß, Thorsten
Schon eine sehr komische Sache..
Gruß, Thorsten
Boris Stephan
Also ich checke das auch nicht so ganz. Gewundert habe ich mich auch über die Angabe "nahe des Hahnenköpfle". Das liegt schließlich ein ganzes Stück weiter östlich vom Plattners Gündle, aber wahrscheinlich soll man das nicht zu genau nehmen. Ich muss an dieser Stelle allerdings eingestehen, dass ich ebenfalls meine größten Schwierigkeiten damit hätte, in einem Notfall Hilfe anzufordern. In aller Regel ist eine Notsituation schließlich mit einer Dummheit oder einem Fehler verbunden, bzw. meine Touren sind auch nicht immer das, was die Bergwacht unbedingt befürworten würde. Auf der anderen seite gibt es weis Gott auch extremere Touren. Die Sache mit der Marathonläuferin ist aber in sofern seltsam, da es sich doch nur um eine leichte Verletzung gehandelt hat, was schließlich jedem mal passieren kann. In einem solchen Fall hätte ich weniger Probleme zum Höhrer zu greifen. Warum hat sie es vor allem nicht nochmal versucht, als sie merkte, dass sie es doch nicht mehr schafft. Wahrscheinlich hatte sie da keinen Empfang mehr. Übrigens, ich schaue mir die Bergwachtseiten eigentlich nie an, aber wenn man das liest, was allein auf dem Laufbacher-Eck-Weg und auf dem Gleitweg so passiert (von den Klettersteigen mal ganz zu schweigen), dann müsste man glaube ich meine und deine Seite Thorsten verbieten. Hört sich aber vieles nach unzureichendem Schuhwerk an. Aber ehrlich, mir ist gar nicht klar, wo man am Laufbacher-Eck-Weg soviel Mist bauen kann, sieht man von meiner spezielleren Form einmal ab.
Boris
Boris
Martin
Beklemmend ist für mich, daß ich bei meiner Begehung Anfang September
womöglich nur ein paar Meter am Fundort der Frau vorbeigekommen bin.
Mir stellt sich die Frage, wie sie auf die Idee gekommen ist,
dort aufzusteigen, wo selbst die AV-Karte keinen Weg zeigt.
Falls sie die Tourenbeschreibung bei gipfelsuechtig.de gelesen hat,
hätte sie eigentlich gewarnt sein müssen.
Und falls sie den AVF genutzt hat, hätte sie wissen müssen, daß man sich bei solchen Solotouren zumindest im Tal mit dem Tourenziel abmeldet und eine Rettungsdecke dabeihat, schließlich enthält jede Ausgabe ein paar Seiten über Bergrettung.
Ich habe, nach dem ich den Bergwachtbericht gelesen habe, ernsthaft überlegt, ob man Tourenberichte über Himmelschrofen, Kegelkopf u.ä., die nicht in den gängigen (Kompass-)Karten wiedergegeben sind, überhaupt noch in einem öffentlichen Forum publizieren soll, oder ob man nicht besser ein "geschlossenes Forum" einrichtet, für das sich jeder Interessent erst einmal mit einigen Angaben "bewerben" muß.
Abschließend ein Zitat aus dem AVF für weniger trittsichere Interessenten:
"Wie seit eh und je gilt der Grundsatz, daß die Wahl eines autorisierten Bergführers im Gebirge die zuverlässigste (und billigste!) Lebensversicherung ist."
Der Tagessatz beträgt heuer pro Tag 250 EUR.
womöglich nur ein paar Meter am Fundort der Frau vorbeigekommen bin.
Mir stellt sich die Frage, wie sie auf die Idee gekommen ist,
dort aufzusteigen, wo selbst die AV-Karte keinen Weg zeigt.
Falls sie die Tourenbeschreibung bei gipfelsuechtig.de gelesen hat,
hätte sie eigentlich gewarnt sein müssen.
Und falls sie den AVF genutzt hat, hätte sie wissen müssen, daß man sich bei solchen Solotouren zumindest im Tal mit dem Tourenziel abmeldet und eine Rettungsdecke dabeihat, schließlich enthält jede Ausgabe ein paar Seiten über Bergrettung.
Ich habe, nach dem ich den Bergwachtbericht gelesen habe, ernsthaft überlegt, ob man Tourenberichte über Himmelschrofen, Kegelkopf u.ä., die nicht in den gängigen (Kompass-)Karten wiedergegeben sind, überhaupt noch in einem öffentlichen Forum publizieren soll, oder ob man nicht besser ein "geschlossenes Forum" einrichtet, für das sich jeder Interessent erst einmal mit einigen Angaben "bewerben" muß.
Abschließend ein Zitat aus dem AVF für weniger trittsichere Interessenten:
"Wie seit eh und je gilt der Grundsatz, daß die Wahl eines autorisierten Bergführers im Gebirge die zuverlässigste (und billigste!) Lebensversicherung ist."
Der Tagessatz beträgt heuer pro Tag 250 EUR.
Bernd a. O.
War eine tragische Geschichte mit der vermissten Frau, aber wenn man niemanden sein geplantes Tourenziel sagt dann kann man ihn auch nicht gezielt suchen. Ich hoffe daß gerade alle Einzelgänger und Bergsteiger die gerne mal abseits der markierten Wege gehen daraus lernen. Gerade im Zeitalter vom Handy glauben viele an die totale Sicherheit, aber schon ein kleiner Absturz in einen Tobel kann dir das Handy unbrauchbar machen. Es gibt sehr viele Tobel in denen das Handy keinen Empfang mehr hat und man mit mittleren Verletzungen auch nicht mehr herauskommt. Signalstifte sind manchmal eine Alternative. Leider erlebt man diese Geschichten jedes Jahr von neuem in Oberstdorf. Eintragungen in Hüttenbücher und vorallem Gipfelbücher sind unter umständen Lebensrettend, da gerade die von der Bergwacht zuerst überprüft werden, bei Tag und bei Nacht. Grundvoraussetzung ist natürlich ein hinterlassenes Tourenziel.
Bernd
Bernd
Boris Stephan
Hallo Bernd,
aus aktuellem Anlass möchte ich dich (und natürlich auch andere) fragen, ob im Bereich des Himmelhorns (Bockkar, Hohe Gänge) ein Betretungsverbot besteht. Ein Besucher meiner Seite hat sich an mich gewendet, weil ihn ein Bergwachtler am Laufbacher Eck mit der Androhung von Bußgeld an einer Begehung gehindert hat. Ein Betretungsverbot geht auch aus den aktuellsten Karten nicht hervor.
Meine Erfahrungen am Rotkopf (siehe mein Tourenbericht "Laufbacher Eck Weg "spezial") waren jedenfalls auch dahingehend, dass im Bereich des Laufbacher Eck Wegs sich die Bergwacht selbst gegenüber interessierten und erfahrenen Bergsteigern sehr unaufgeschlossenen und unehrlich verhält. Bei mir war der Bergwachtler zumindest freundlich, hat mir aber trotzdem die wildesten Stories reingedrückt, anstatt mit mir ein aufklärendes Gespräch zu beginnen. Wir beide wissen, was der eigentliche Grund für diese "Bewachung" am Laufbacher Eck ist. Es kann aber nicht angehen, dass man diesen Schatz jedem noch so ehrlich und interessiert erscheindenen Bergsteiger verwehren möchte. An der Höfats wird das auch nicht gemacht. Vor was hat die Bergwacht eigentlich Angst? Dass die Hohen Gänge zu einem Massenphänomen werden könnten?
Grüße Boris
aus aktuellem Anlass möchte ich dich (und natürlich auch andere) fragen, ob im Bereich des Himmelhorns (Bockkar, Hohe Gänge) ein Betretungsverbot besteht. Ein Besucher meiner Seite hat sich an mich gewendet, weil ihn ein Bergwachtler am Laufbacher Eck mit der Androhung von Bußgeld an einer Begehung gehindert hat. Ein Betretungsverbot geht auch aus den aktuellsten Karten nicht hervor.
Meine Erfahrungen am Rotkopf (siehe mein Tourenbericht "Laufbacher Eck Weg "spezial") waren jedenfalls auch dahingehend, dass im Bereich des Laufbacher Eck Wegs sich die Bergwacht selbst gegenüber interessierten und erfahrenen Bergsteigern sehr unaufgeschlossenen und unehrlich verhält. Bei mir war der Bergwachtler zumindest freundlich, hat mir aber trotzdem die wildesten Stories reingedrückt, anstatt mit mir ein aufklärendes Gespräch zu beginnen. Wir beide wissen, was der eigentliche Grund für diese "Bewachung" am Laufbacher Eck ist. Es kann aber nicht angehen, dass man diesen Schatz jedem noch so ehrlich und interessiert erscheindenen Bergsteiger verwehren möchte. An der Höfats wird das auch nicht gemacht. Vor was hat die Bergwacht eigentlich Angst? Dass die Hohen Gänge zu einem Massenphänomen werden könnten?
Grüße Boris
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