Ehepaar beachtet Warnschilder in die Seewände nicht

Martin
Die Bergwacht Oberstdorf sowie die Alpine Einsatzgruppe der Polizei Oberstdorf und dem Polizeihubschrauber "Edelweiss 8" befreiten ein Bergwanderer-Paar aus den sogenannten Seewänden aus einer lebensbedrohlichen Situation. Der Mann (44) und die Frau (43) waren mit der Nebelhornbahn hoch gefahren und zum Seealpsee hinunter gelaufen. Von dort wollten die Beiden über die steilen und gefährlichen Seewände zum Oytalhaus absteigen - trotz mehrer Warnschilder mit der Aufschrift "Absturzgefahr" und "Lebensgefahr".

Das Paar aus Thannhausen war mit der Nebelhornbahn zur Bergstation gefahren. Ausgerüstet waren die beiden nicht wie Bergsteiger, sondern wie "Seilbahntouristen mit leichtem Schuhwerk und Sonnenhut", so Florian Veit von der Bergwacht Oberstdorf. Bereits in der Bahnstation müssen die Wanderer die Informationstafeln erkannt haben, daß der Abstieg durch die Seewände ins Oytal wegen Absturzgefahr nicht möglich ist.

Dennoch stieg das Paar zum Seealpsee ab. Auch dort kam es wieder an zahlreichen Warntafeln vorbei, ignorierte jedoch die Gefahrenhinweise. "Schlussendlich mussten sie ihrer Selbstüberschätzung und ihrem mangelnden alpinen Können Tribut zollen". 15 Meter über einer senkrechten Felswand kamen sie erschöpft weder vor noch zurück. Über Handy baten sie am Abend die Oberstdorfer Bergwacht um Hilfe. Zusammen mit dem Polizeihubschrauber "Edelweiss 8" und der Bergwacht wurden die entkräfteten Bergtouristen aus den Seewänden und somit aus akuter Lebensgefahr herausgeflogen.
Quelle:
http://www.bergwacht-bayern.de/oberstdorf/News-Einsaetze/news.htm
Andi
Durch eine Wiese zu spazieren, wo man immer nur Warntafeln sieht: "Achtung Absturzgefahr!"... Das hat mit Bergsteigen doch sowieso nichts mehr zu tun.
Martin
In einem Pressebericht war zu lesen, daß die Geretteten nur einen Teil der Kosten zahlen werden müssen.
Aus Sicht der Steuerzahler, die den Rest wohl begleichen müssen,
wäre hier mal ein Exempel fällig gewesen.
Don Philipow
Ich finds schon OK, dass die Rettung gezahlt wird.

Was ist eigentlich das Problem an den Seewänden? Wenn ich 15 Meter vor einem Felsabbruch stehe, bei der unpassierbar ist, gehe ich halt wieder zurück! Was war also los?
Micha
Die Felsabbrüche beginnen nicht direkt am See, erst kommt begehbar aussehendes Steilgrasgelände. Ein halbschuhsicherer Zaun wäre bestimmt eine Lösung.. Ebenso bin ich für ein Fangnetz in der Nordwand des Nebelhorns für Suizidgefährdete. Müll könnte dann auch leichter geborgen werden..

Micha
Popp Schorsch
Ein Fangnetz in der Nebelhorn-Nordwand? Die Müllproblematik lass ich mir noch eingehen, aber wenn sich jemand umbringen will, dann hilft da sicher kein Fangnetzt. Die Wand geht ja im Grund bis zum Großen Daumen, man müsste nur auf dem Hindelanger Steig lang gehen und findet irgendwo ne Stelle. Außerdem gibts auch genug Hochhäuser, wo man runterstürzen kann.
Andi
Es bleib wohl nur noch eine Möglichkeit: Wir sollten mit Planierraupen das komplette Gebiet einebnen. Die Pollenproblematik wäre somit auch gelöst. Die so neugeschaffenen Flächen sind zusätzlich noch mit Gummiböden auszulegen, so dass im Falle eines Sturzes sich niemand verletzten kann.
Helmut
Hallo lieber Informationsbringer,

welcher Weg ist hier gemeint? Ich kenne den Gleitweg. Davor wird ja auch gewarnt. Der Abstiegt ist aber easy. Natürlich muss man etwas schwindelfrei sein und gute Bergschuhe an haben. Das gilt aber generell in den Alpen. Sonst braucht man nicht in die Berge. Man kann ja auch schließlich schön an der Iller entlang laufen. Und das auch, wer will, mit Sandalen.
Sollte sich das betroffene Ehepaar bewußt von Weg entfernt haben, dann war das purer Leichtsinn, den die eigene Versicherung zu tragen hat.

Grüße
Helmut
Archiv

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