Warnung vor Höfats-Überschreitung

Allgäuer
Schaut euch mal folgenden Bericht auf der gelinkten seite vom 31.10 an

http://www.bergwacht-bayern.de/oberstdorf/News-Einsaetze/news.htm

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Martin
Was soll man dazu sagen?
Über die Toten nur Gutes, hieß es bei den Römern.
Aber im Bergwachtbericht fehlt wohl der Hinweis, daß der Tote außer dem Internetbericht nicht einmal eine Karte des Gebietes bei sich hatte, vermute ich.
Ich bin selbst mehr als zehn Jahre nicht mehr in den Bergen gewesen und habe mich im Oktober, wie hier berichtet,
peu à peu wiedereingewöhnt,
angefangen mit dem Schattenberg.
Aber vor der Höfats und der Trettachspitze habe ich soviel Respekt, daß ich die nicht ohne Bergführer angehen werde 2003.
Im Bergwachtbericht sind eine ganze Reihe von Aktionen aufgeführt, wo man nur den Kopf schütteln kann.
Soweit diese glimpflich abgehen, werden mittlerweile doch ganz ordentliche Gebühren kassiert, oder?
Ich wünsche allen ein unfallfreies 2003.
Martin
Wenn man sich auch die Berichte aus dem Vorjahr ansieht, fällt auf, daß gerade an der Höfats und in den Seewänden immer wieder selbstverschuldete Unglücke passieren.
In der einschlägigen Führerliteratur und vor Ort wird vor diesen Stellen ausdrücklich gewarnt.
Man muß wohl manche vor sich selbst schützen.
Webmaster
Hallo alle,

ich wollte sowieso schon was dazuschreiben, war aber zunächst mal ziemlich schockiert, denn die Bergwachtmeldung, die auf einen Tourenbericht im Internet verweist, ist tatsächlich meiner. :-(
Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß ein Laie anhand dieses Berichtes als erste (und leider auch letzte) Bergtour in seinem Leben die Höfatsüberschreitung macht.
Ich habe von einem Bergwachtler eine Mail bekommen, in dem er mich auf das Unglück aufmerksam gemacht und mir auch bestätigt hat, daß der Bericht die Tour nicht verharmlost (wie zunächst auf der Bergwachtseite angegeben). Und auch genügend andere Leute waren dieser Ansicht.
Ich bin noch nicht ganz sicher, aber ich werde noch eine Art Warnhinweis oder eine entsprechende Bewertung spätestens bis zum Wochenende einbauen und dies wahrscheinlich auch auf andere Berichte ausweiten.. oder was meint ihr?

Naja, hoffen wir jedenfalls, daß sowas trotzallem nicht mehr vorkommt..

Gruß, Thorsten
Martin
Ich kann vesrtehen, daß Du Dich beklommen fühlst.
Wenn man jetzt Deinen Tourenbericht liest, kann man als Laie diesen am Anfang falsch verstehen ("So schlimm wurde es dann glücklicherweise nicht, richtig gefährlich sind Touren an der Höfats nur bei feuchter Witterung, da das Gras dann ziemlich rutschig wird").
Wenn Du noch ausdrücklich reinschreibst, daß an dem Berg schon Dutzende tödlich verunglückt sind (Lothar Hünther Buchheim erwähnt es auch in "Das Boot"), lockt das womöglich noch Schaulustige zusätzlich an.
Ich meine, es gibt schon genug Disclaimer im alltäglichen Leben (Apotheken, Banken etc.),
wer in die Berge geht, sollte wissen, was er tut, viele suchen dort gerade Freiheit.
Eine längere Ausrüstungsliste als bei Dir habe ich noch nie gesehen, und dabei geht es im Allgäu nicht um Hochtouren, sondern max. 2.657 m.
Zuguterletzt muß ich sagen, daß ich bei meiner Abreise aus Oberstdorf am 18.10.2002 tagelang Schneeregen bis auf 1200m hatte und nie auf den Gedanken gekommen wäre, danach noch 2002 auf 2000m zu steigen, von der Höfats ganz abgesehen.
Aber:
De mortuis nihil nisi bene
Webmaster
Du hast recht, daß ist schon etwas unglücklich formuliert.. werde das dann wohl etwas umformulieren.
Gut, einen Disclaimer hatte ich nun nicht direkt vor, auf die Seite zu machen, nur die eindrückliche Warnung, daß man diese Tour eben nur als erfahrener Bergsteiger (und erfahren meint hier mehr als nur die letzten 20 Jahre in den Berge spazierengangen zu sein).

Übrigens war ich auch am 1.11. unterwegs (Urbeleskarspitze 2636 m, siehe Neuigkeiten auf der Startseite) und es ging eigentlich relativ gut (mit Steigeisen allerdings). Ich weiß allerdings auch nicht, ob ich die Höfatsüberschreitung angegangen hätte, denn es war trotz des schönen Wetters sicher recht glitschig. Micha und ich hatten uns (wie Micha nachträglich recherchiert hat) übrigens den wärmsten Tag im Jahr 2000 für die Tour ausgesucht, hatten also optimalste Bedingungen..

Gruß, Thorsten
Martin
Da hast Du ja nochmal Glück gehabt mit dem Wetter,
von Stuttgart ist man auch etwas flexibler mit der Bahn übers Wochenende.
Morgen und übermorgen soll's ja nochmal schön werden.
Die Bilder sind ausgezeichnet, ist die Hütte das Kaufbeurer Haus?
Wenn ich im Oberallgäu durch bin, muß ich da auch mal hin.
Webmaster
Naja, aber leider hatte ich bloß an Allerheiligen Glück, ab Samstag morgen hat es nur noch geregnet/geschneit und es war keine Tour mehr möglich (ich hatte gehofft wenigstens Samstags noch was machen zu können).
Ich bin aber mit dem Auto hin, mit der Bahn/ÖPNV kommt man nicht wirklich gut nach Hinterhornbach (Talort). Da ich morgens um 5.30 los gefahren bin, war ich (ohne Raserei) bereits um 8.15 Uhr da.
Jepp, die Hütte ist das Kaufbeurer Haus.. sehr zu empfehlen, ist unter der Woche ne Selbstversorgerhütte (AV-Schlüssel notwendig!) und oftmals recht einsam (diesmal leider nicht, es war total voll, aber es ging eigentlich trotzdem ganz gut).
Webmaster
So, ich habe den Höfatsbericht nun endgültig in das neue Layout übertragen, kleine Formulierungsverbesserungen eingebaut und außerdem eine Warnung dem Fazit hinzugefügt, in der Hoffnung, daß nun jeder begreift, daß diese Tour nicht ohne ist und garantiert nicht mit Halbschuhen als erste Bergtour begangen werden kann.
Schaut mal rein, falls ich noch was ändern soll, Nachricht an mich...

Gruß, Thorsten
Martin
Zitat aus Tourenbericht Hoher Ifen
http://private.addcom.de/marcinkowski/bergsport/touren/ifen.htm :
"Bereits hier sieht man das, wovon Boulevardmagazine im Fernsehen oder große Zeitungen immer wieder berichten und was ursächlich mit Seilbahnen und Sesselliften zu tun hat. Ich muß hier einfach eine deutliche Sprache sprechen und bin überzeugt, dass mir jeder erfahrene Bergsteiger beipflichten wird.
Es gibt [beep]en, hirnlose Deppen und was weiß ich noch alles, die meinen, Berge sind Vergnügungsparks und ohne jegliche angebrachte Ausrüstung zu begehen oder besteigen: Turnschuhe, Halbschuhe, ja sogar Sandalen sieht man, nichts zu trinken oder Wechselwäsche. Niemand dieser Figuren ist sich hier der Gefahren bewusst, in die sie sich begeben und im Notfall erst durch die Bergwacht gerettet werden können. Schon das einfache Umknicken macht aus einer scheinbaren Lappalie eine echte Notsituation, aber das kapieren diese Typen ja eh’ nicht. Ich kann nur hoffen, dass Rettungskosten voll auf diese Flachland-Tiroler abgewälzt werden können.
Tja und genau solche Figuren gibt es am Ifen zu hauf, wenn man nicht früh genug unterwegs ist. Und so waren wir froh, wieder den Trubel hinter uns lassen zu können und über das Plateau des Gottesackers wandern zu können. "
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