Marchspitze
Mimo
Habe vor zwischen dem 21.10. und 24.10. mit 2 Freunden die Marchspitze von der Spiehlerscharte über den Westgrat zu ersteigen.War jemand die letzten Tage dort oder in der Nähe? Wie sieht es mit Schnee aus - ist der Anstieg schneefrei? Wie schätzt Ihr die Lage ein?
Wäre Euch für ein paar Infos sehr dankbar!
Wäre Euch für ein paar Infos sehr dankbar!
Max
Ich war am 08.20 auf der Schwarzhanskarspitze und hatte einen guten Blick auf die Marchspitze. Der Berg war gut mit Schnee "angestaubt". Eine Besteigung hätte ich dort vielleicht noch gewagt, wie es aber um diese Zeit aussieht kann ich leider nicht sagen.
Max
Max
Andi
Ich war am Dienstag vor 3 Tagen an der Öfnerspitze und aufm Krottenkopf. Da ich in Begleitung war musste ich auf die Marchspitze leider verzichten. Unterhalb ihres Gipfels lag nordseitig n wenig Neuschnee, nicht besonders viel. Des luftige Westgratstück (meiner Meinung nach des gefährlichste) vor dem Gipfel sah von weitem (!) schneefrei aus, selbst wenn noch einer da wäre hat die Oktobersonne dort in den nächsten Tagen noch gute Chancen...
Ich schätz die Chancen ziemlich gut ein, dass der Weg im Großen und Ganzen schnee- und eisfrei is und würd mich an den Gipfel wagen.
Die Marchspitze is aber auch von der Spiehlerscharte aus nicht zu unterschätzen, deswegen im Zweifelsfall, wenn der Fels irgendwo doch schon vereist wäre, lieber umdrehen!
Sehr interessant, wenn auch wenig schwerer is der Anstieg von der Marchscharte über den Ostgrat. Man sollt sich hier aber im II - IIIer Gelände auch ohne Seil sicher fühlen.
Ich schätz die Chancen ziemlich gut ein, dass der Weg im Großen und Ganzen schnee- und eisfrei is und würd mich an den Gipfel wagen.
Die Marchspitze is aber auch von der Spiehlerscharte aus nicht zu unterschätzen, deswegen im Zweifelsfall, wenn der Fels irgendwo doch schon vereist wäre, lieber umdrehen!
Sehr interessant, wenn auch wenig schwerer is der Anstieg von der Marchscharte über den Ostgrat. Man sollt sich hier aber im II - IIIer Gelände auch ohne Seil sicher fühlen.
Kristian
Es liegen noch ein paar Schneeflecken herum. Der Schnee bruchharschig und gutartig und stört sogut wie nicht mehr. Auch nordseitig sind die Felsen dort wo es steiler wird trocken (und kalt)
Mein Tipp Über den Südgrat (II-III-- eher II) aufsteigen und über den Normalweg, also in die Spielerscharte runter.
Habe heute die Überschreitung Klimm-Schwellenspitze gemacht. Die paar Schneeflecken die nordseitig noch liegen stören wirklich nicht mehr.
Mein Tipp Über den Südgrat (II-III-- eher II) aufsteigen und über den Normalweg, also in die Spielerscharte runter.
Habe heute die Überschreitung Klimm-Schwellenspitze gemacht. Die paar Schneeflecken die nordseitig noch liegen stören wirklich nicht mehr.
Max
Hallo Kristian,
von der Klimmspitze bis zur Schwellenspitze hört sich gut an! Wäre nett, wenn du kurz auf die Schwierigkeiten der Tour eingehen könntest - in meinem alten AV-Führer steht etwas von einem 30-Meter-Abbruch am Schwellen NO-Grat. Wie ist dieser zu beurteilen oder existiert er gar nicht?
Vielen Dank im Voraus
Max
von der Klimmspitze bis zur Schwellenspitze hört sich gut an! Wäre nett, wenn du kurz auf die Schwierigkeiten der Tour eingehen könntest - in meinem alten AV-Führer steht etwas von einem 30-Meter-Abbruch am Schwellen NO-Grat. Wie ist dieser zu beurteilen oder existiert er gar nicht?
Vielen Dank im Voraus
Max
Max
Eine kleine Verbesserung: Es handelt sich nicht um den NO-Grat, sonder um den SO-Grat der Schwellenspitze.
Max
Max
Kristian
von der Klimmspitze bis zur Schwellenspitze hört sich gut an! Wäre nett, wenn du kurz auf die Schwierigkeiten der Tour eingehen könntest - in meinem alten AV-Führer steht etwas von einem 30-Meter-Abbruch am Schwellen NO-Grat. Wie ist dieser zu beurteilen oder existiert er gar nicht?
Vielen Dank im Voraus
Max
Also es handelt sich sowohl um einen NO als auch um seinen SO Grat, da er bei der Schlüsselstelle (dem 30 m. Abbruch ) knickt und die Richtung ändert.
Im Einzelnen:
Von der Klimmspitze über den breiten Westrücken leicht hinab. Diesem folgt eine plattige Schneide ohne besondere Schwierigkeiten. Hin und wieder muß man meißt nordseitig ein wenig ausweichen. Über plattige Felsen zum Schluß steil hinab in die Scharte (P. 2278 lt. AV Karte)
Bis hierher meist Gehgelände, je nach Bereitschaft auszuweichen max. II.
Nun über eine Reihe brüchiger Köpfe und Zacken oft sehr ausgesetzt und häufig recht splittrig dem Grat folgen. Nicht in die Südflanke ausweichen!!
Wenn ausgewichen wird, dann nordseitig und sobald als möglich wieder zum Grat zurück. So geht es bis zu dem 30 m Aufschwung, der unverkennbar ist. Er nach einem gezackten und fast waagrechten Gratstück überhängend an und muß nordseitig umgangen werden. Eine kleine Rampe zieht in die sehr steile Nordwand verschmälert sich bald zum Band und weiter zur Leiste.
Nach ein paar Metern in der Nordseite sehr steil geradeaus hinauf zum Grat.
Es ahndelt sich um sehr steilen, griffigen und für die Hornbachkette einigermaßen festen Fels. Meiner Ansicht liegen die Schwierigkeiten knapp bei IV, sofern man als Maßstab andere Touren in Bereich III aus der näheren Umgebung (Wolfebner SO-Kante, Parzinnsp. Plattenpfeiler, Parzinnturm lange Kante) nimmt. Quert man auf Bändern weiter in die Wand, wird das Gelände zwar flacher, aber die Querung in die ausgesetzte Wand setzt schon ein gesundes Selbstvertrauen voraus. Nach dieser Stelle deutlich leichter zum Gipfel. Abstieg: durch die Westflanke nach Hinterhornbach (bis II) oder leichter dem Grat folgen bis zur Wasserfallkarspitze und über die Skiabfahrt nach Süden hinab.
Fazit: Mir reicht es, diesen Grat einmal begangen zu haben. Mit Seil und ein paar Haken wäre er gut absicherbar. Aber wer trägt schon gerne ein Seil weggen einer kurzen SL. 1500 höhenmeter spazieren.
Für seilfreie IIIer Klettereinen gibt es bessere Ziele: siehe die Vergleichtstouren oben.
Vielen Dank im Voraus
Max
Also es handelt sich sowohl um einen NO als auch um seinen SO Grat, da er bei der Schlüsselstelle (dem 30 m. Abbruch ) knickt und die Richtung ändert.
Im Einzelnen:
Von der Klimmspitze über den breiten Westrücken leicht hinab. Diesem folgt eine plattige Schneide ohne besondere Schwierigkeiten. Hin und wieder muß man meißt nordseitig ein wenig ausweichen. Über plattige Felsen zum Schluß steil hinab in die Scharte (P. 2278 lt. AV Karte)
Bis hierher meist Gehgelände, je nach Bereitschaft auszuweichen max. II.
Nun über eine Reihe brüchiger Köpfe und Zacken oft sehr ausgesetzt und häufig recht splittrig dem Grat folgen. Nicht in die Südflanke ausweichen!!
Wenn ausgewichen wird, dann nordseitig und sobald als möglich wieder zum Grat zurück. So geht es bis zu dem 30 m Aufschwung, der unverkennbar ist. Er nach einem gezackten und fast waagrechten Gratstück überhängend an und muß nordseitig umgangen werden. Eine kleine Rampe zieht in die sehr steile Nordwand verschmälert sich bald zum Band und weiter zur Leiste.
Nach ein paar Metern in der Nordseite sehr steil geradeaus hinauf zum Grat.
Es ahndelt sich um sehr steilen, griffigen und für die Hornbachkette einigermaßen festen Fels. Meiner Ansicht liegen die Schwierigkeiten knapp bei IV, sofern man als Maßstab andere Touren in Bereich III aus der näheren Umgebung (Wolfebner SO-Kante, Parzinnsp. Plattenpfeiler, Parzinnturm lange Kante) nimmt. Quert man auf Bändern weiter in die Wand, wird das Gelände zwar flacher, aber die Querung in die ausgesetzte Wand setzt schon ein gesundes Selbstvertrauen voraus. Nach dieser Stelle deutlich leichter zum Gipfel. Abstieg: durch die Westflanke nach Hinterhornbach (bis II) oder leichter dem Grat folgen bis zur Wasserfallkarspitze und über die Skiabfahrt nach Süden hinab.
Fazit: Mir reicht es, diesen Grat einmal begangen zu haben. Mit Seil und ein paar Haken wäre er gut absicherbar. Aber wer trägt schon gerne ein Seil weggen einer kurzen SL. 1500 höhenmeter spazieren.
Für seilfreie IIIer Klettereinen gibt es bessere Ziele: siehe die Vergleichtstouren oben.
Micha
Das mit dem Ostgrat der Schwellenspitze hört sich definitiv krank an :-) Ich glaube das muss man nicht gemacht haben.. Der Grat von der Wasserfallkarspitze zur Schwellenspitze schaut auch nicht grad einfach - dafür aber machbar aus. Selbst bin ich dort noch nicht geklettert; damals, Mitte Semptember 2003, lag schon etwas Schnee..
@Mimo: hat eure Tour geklappt? Wetter war ja perfekt, wenn man vom Sonntag Nachmittag absieht.
Gruß, Micha
@Mimo: hat eure Tour geklappt? Wetter war ja perfekt, wenn man vom Sonntag Nachmittag absieht.
Gruß, Micha
Mimo
Hallo Micha!
Haben unsere Tour von den Allgäuern in die Lechtaler verlegt! Sind von Gramais aus durch den Branntweinboden zum Guffelsee. Dort haben wir unser Lager aufgeschlagen.
Am Sonnabend waren wir dann in der Morgensonne auf der Kogelseespitze und in der Abendsonne auf der Parzinnspitze - es war ein traumhafter Tag - schönste Aussicht - warme Sonne - was will man mehr!
Am besagten Sonntag war eigentlich als Tourhöhepunkt die Dremelspitze angesagt, aber das Wetter hielt nur bis Mittags und wir haben uns lange Zeit gelassen beim Früstück, sodaß wir die Tour an der vorderen Dremelscharte abbrechen mussten. Das hat aber unserer Laune keinen Abbruch getan - abgestiegen sind wir dann über die Kogelseescharte und den Kogelsee nach Gramais!
Die Wahl des Guffelsees als Biwakplatz kann ich im Herbst sehr empfehlen.
Trotz des schönen Wetters haben wir nur sehr wenig Menschen getroffen!
Die Marchspitze ist dann wohl erst nächstes Jahr drann oder vielleicht noch im November, wenn das Wetter so weitermacht!
@ Micha Danke für die Nachfrage!
Haben unsere Tour von den Allgäuern in die Lechtaler verlegt! Sind von Gramais aus durch den Branntweinboden zum Guffelsee. Dort haben wir unser Lager aufgeschlagen.
Am Sonnabend waren wir dann in der Morgensonne auf der Kogelseespitze und in der Abendsonne auf der Parzinnspitze - es war ein traumhafter Tag - schönste Aussicht - warme Sonne - was will man mehr!
Am besagten Sonntag war eigentlich als Tourhöhepunkt die Dremelspitze angesagt, aber das Wetter hielt nur bis Mittags und wir haben uns lange Zeit gelassen beim Früstück, sodaß wir die Tour an der vorderen Dremelscharte abbrechen mussten. Das hat aber unserer Laune keinen Abbruch getan - abgestiegen sind wir dann über die Kogelseescharte und den Kogelsee nach Gramais!
Die Wahl des Guffelsees als Biwakplatz kann ich im Herbst sehr empfehlen.
Trotz des schönen Wetters haben wir nur sehr wenig Menschen getroffen!
Die Marchspitze ist dann wohl erst nächstes Jahr drann oder vielleicht noch im November, wenn das Wetter so weitermacht!
@ Micha Danke für die Nachfrage!
Micha
Hi Mimo,
dann waren wir ja gar nicht weit von einander unterwegs. Ich hab am Freitag eine Tagestour von der Alfuzalm über Steinseehütte und Steinsee auf den Bergwerkskopf unternommen. Keine Menschenseele dabei getroffen..
Gruß, Micha
dann waren wir ja gar nicht weit von einander unterwegs. Ich hab am Freitag eine Tagestour von der Alfuzalm über Steinseehütte und Steinsee auf den Bergwerkskopf unternommen. Keine Menschenseele dabei getroffen..
Gruß, Micha
Mimo
Hi Micha,
magst Du mir ein bischen mehr vom Bergwerkskopf erzählen!(vielleicht mit Forumwechsel in die Lechtaler)! Bisher haben mich die beiden im AV Führer erwähnten 3-Stellen abgeschreckt! Was ist von denen zu halten! Ist der Aufstieg sehr ausgesetzt? Was macht das Besondere des Bergwerkskopfes aus?
Gruß
Mimo
magst Du mir ein bischen mehr vom Bergwerkskopf erzählen!(vielleicht mit Forumwechsel in die Lechtaler)! Bisher haben mich die beiden im AV Führer erwähnten 3-Stellen abgeschreckt! Was ist von denen zu halten! Ist der Aufstieg sehr ausgesetzt? Was macht das Besondere des Bergwerkskopfes aus?
Gruß
Mimo
Micha
Schau mal ins Lechtal-Forum auf Seite 2! Falls noch Fragen offen sind -> melden..
Das Besondere am Bergwerkskopf? Einsamkeit gibts auch auch auf leichteren Gipfeln... hmm... mich hat einfach der wuchtige Gipfelaufbau fasziniert - der schaut ziemlich "unbesteigbar" aus - auch von den Gipfeln der Umgebung.
Micha
Das Besondere am Bergwerkskopf? Einsamkeit gibts auch auch auf leichteren Gipfeln... hmm... mich hat einfach der wuchtige Gipfelaufbau fasziniert - der schaut ziemlich "unbesteigbar" aus - auch von den Gipfeln der Umgebung.
Micha
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