Wildengundkopf - Waltenberger Haus
Georg Siegel
Hallo.
Ich lese schon länger in diesem tollen Forum, nun hätte ich mal eine Frage.
Für eine Tour ab dem Waltenberger Haus habe ich überlegt wie der Hüttenzustieg kreativ zu gestalten wäre. Nun ist in der AV-Karte eine Pfadspur eingezeichnet, die vom Wildengundkopf zum Waltenberger Haus führt. Mich würde interessieren, wie diese denn so aussieht (leicht zu finden? Zustand? Schwierigkeiten?).
Vielen Dank.
Grüße Georg.
Ich lese schon länger in diesem tollen Forum, nun hätte ich mal eine Frage.
Für eine Tour ab dem Waltenberger Haus habe ich überlegt wie der Hüttenzustieg kreativ zu gestalten wäre. Nun ist in der AV-Karte eine Pfadspur eingezeichnet, die vom Wildengundkopf zum Waltenberger Haus führt. Mich würde interessieren, wie diese denn so aussieht (leicht zu finden? Zustand? Schwierigkeiten?).
Vielen Dank.
Grüße Georg.
Micha
Hallo Georg!
Schau mal in den Bericht von der Trettachspitze rein. Dort sind Bilder vom Zustieg zu finden, der ja gleichzeitig auch den Weg zum Wildengundkopf darstellt. Vom Waltenberger Haus ist der Pfad einfach zu finden, da mit Wegweiser versehen. Aber auch vom Wildengundkopf dürfte es keine Probleme mit der Orientierung geben, da es sich um eine ausgeprägte Spur handelt. Zustand, hmm, keine Markierung, laut neuem AVF angeblich Sicherungen vorhanden. Bei uns war damals (2002) aber nichts versichert. Schwierigkeiten? Das erste Stück vom Waltenberger Haus quert einen ziemlich Steilen Hang, außerdem sind oft bis in den Spätsommer Altschneereste vorhanden.
Gruß, Micha
Schau mal in den Bericht von der Trettachspitze rein. Dort sind Bilder vom Zustieg zu finden, der ja gleichzeitig auch den Weg zum Wildengundkopf darstellt. Vom Waltenberger Haus ist der Pfad einfach zu finden, da mit Wegweiser versehen. Aber auch vom Wildengundkopf dürfte es keine Probleme mit der Orientierung geben, da es sich um eine ausgeprägte Spur handelt. Zustand, hmm, keine Markierung, laut neuem AVF angeblich Sicherungen vorhanden. Bei uns war damals (2002) aber nichts versichert. Schwierigkeiten? Das erste Stück vom Waltenberger Haus quert einen ziemlich Steilen Hang, außerdem sind oft bis in den Spätsommer Altschneereste vorhanden.
Gruß, Micha
Georg Siegel
Hallo.
Danke für die Antwort. Ich war in der Zwischenzeit im Allgäu, habe den Wildengundkopf dann aber wegen den Hochwasserschäden doch bleiben lassen. Eigentlich wollte ich über diesen zum Waltenberger Haus aufsteigen, wollte dann aber nicht riskieren vielleicht kurz vor dem Ziel vor einer unpassierbaren Mure oder ähnlichem zu stehen. Also nur Normalaufstieg durchs Bacherloch (Schon wieder gut instand gesetzt).
Dafür hab ich am übernächsten Tag dann von der Kemptner Hütte aus Muttler mit Gratüberschreitung zur Öfnerspitze und Krottenspitze geschafft, anschließend noch die Hornbachspitze aus dem Öfnerkar und beide Faulewandspitzen aus dem Hermannskar (Übergang über die Hermannskarscharte). Das war dann mehr als genug Entschädigung für den entgangenen Wildengundkopf aber auch sehr anstrengend.
Viele Grüße, Georg.
Danke für die Antwort. Ich war in der Zwischenzeit im Allgäu, habe den Wildengundkopf dann aber wegen den Hochwasserschäden doch bleiben lassen. Eigentlich wollte ich über diesen zum Waltenberger Haus aufsteigen, wollte dann aber nicht riskieren vielleicht kurz vor dem Ziel vor einer unpassierbaren Mure oder ähnlichem zu stehen. Also nur Normalaufstieg durchs Bacherloch (Schon wieder gut instand gesetzt).
Dafür hab ich am übernächsten Tag dann von der Kemptner Hütte aus Muttler mit Gratüberschreitung zur Öfnerspitze und Krottenspitze geschafft, anschließend noch die Hornbachspitze aus dem Öfnerkar und beide Faulewandspitzen aus dem Hermannskar (Übergang über die Hermannskarscharte). Das war dann mehr als genug Entschädigung für den entgangenen Wildengundkopf aber auch sehr anstrengend.
Viele Grüße, Georg.
Micha
Hallo Georg!
Hört sich nach einer rundum gelungenen Bergtour an; die Hermannskarscharte bot sich ja geradezu als Übergang an! Wie bist du die Faulewandspitzen im einzelnen angegangen?
Gruß, Micha
Hört sich nach einer rundum gelungenen Bergtour an; die Hermannskarscharte bot sich ja geradezu als Übergang an! Wie bist du die Faulewandspitzen im einzelnen angegangen?
Gruß, Micha
Georg Siegel
Hallo Micha!
Die östliche Faulewandspitze erreicht man wohl am besten aus der Scharte zwischen beiden Gipfeln über den Westgrat. Zur Scharte gelangt man vom Hermannskarsee über ein Geröllfeld und eine Rinne, die an dessen oberem Ende beginnt. Die Rinne bietet kaum technische Schwierigkeiten, ist aber geröllgefüllt und dadurch etwas unangenehm. Der Grat zum Ostgipfel ist relativ breit, ein Paar Schrofen kann man südlich umgehen. Die Schwierigkeit liegt dabei nicht über I. (Keine Ahnung, wie die im AVF auf III kommen.) Gleicher Weg zurück.
Die westliche Spitze ist etwas schwieriger. Der beste Zustieg geht wohl über die steile Felsplatte, die vom Gipfel durchgehend nach Südost abfällt, unten aber steil ins Kar abbricht. Diese Platte erreicht man vom unteren Teil der Rinne durch eine Querung über ein abschüssiges, unangenehm gerölliges Band. Die Platte selbst ist zwar ziemlich glatt, aber von einem System mehr oder weniger breiter Risse durchzogen, in denen meist Gras wächst. Durch diese Risse steigt man zum Gipfel auf und wieder ab. Obwohl technisch nicht übermäßig schwer (I-II, je nach Routenwahl), habe ich vor allem den Abstieg etwas unangenehm empfunden, da die Platte doch recht steil ist und zum Kar senkrecht abbricht. Ein Fehltritt kann hier leicht fatale Folgen haben. Mit etwas Erfahrung im weglosen Kraxelgelände ist das Ganze aber machbar.
Einen genaueren Bericht mit vielen Bildern gibts unter www.allgaeuergipfel.de
Grüße Georg.
Die östliche Faulewandspitze erreicht man wohl am besten aus der Scharte zwischen beiden Gipfeln über den Westgrat. Zur Scharte gelangt man vom Hermannskarsee über ein Geröllfeld und eine Rinne, die an dessen oberem Ende beginnt. Die Rinne bietet kaum technische Schwierigkeiten, ist aber geröllgefüllt und dadurch etwas unangenehm. Der Grat zum Ostgipfel ist relativ breit, ein Paar Schrofen kann man südlich umgehen. Die Schwierigkeit liegt dabei nicht über I. (Keine Ahnung, wie die im AVF auf III kommen.) Gleicher Weg zurück.
Die westliche Spitze ist etwas schwieriger. Der beste Zustieg geht wohl über die steile Felsplatte, die vom Gipfel durchgehend nach Südost abfällt, unten aber steil ins Kar abbricht. Diese Platte erreicht man vom unteren Teil der Rinne durch eine Querung über ein abschüssiges, unangenehm gerölliges Band. Die Platte selbst ist zwar ziemlich glatt, aber von einem System mehr oder weniger breiter Risse durchzogen, in denen meist Gras wächst. Durch diese Risse steigt man zum Gipfel auf und wieder ab. Obwohl technisch nicht übermäßig schwer (I-II, je nach Routenwahl), habe ich vor allem den Abstieg etwas unangenehm empfunden, da die Platte doch recht steil ist und zum Kar senkrecht abbricht. Ein Fehltritt kann hier leicht fatale Folgen haben. Mit etwas Erfahrung im weglosen Kraxelgelände ist das Ganze aber machbar.
Einen genaueren Bericht mit vielen Bildern gibts unter www.allgaeuergipfel.de
Grüße Georg.
Micha
Danke Georg für die kurze Beschreibung! Den Bericht unter allgäuergipfel.de kannte ich bereits. Er verliert sich aber für meinen Geschmack zu oft in Details, so dass die Übersicht darunter leidet.
Mit dem Weg vom Wildengundkopf zum Waltenberger Haus hättest du als "wegloser IIer-Bergsteiger" sicherlich -keine Unwetterschäden vorausgesetzt- keine Probleme gehabt.
Gruß, Micha
Mit dem Weg vom Wildengundkopf zum Waltenberger Haus hättest du als "wegloser IIer-Bergsteiger" sicherlich -keine Unwetterschäden vorausgesetzt- keine Probleme gehabt.
Gruß, Micha
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