Parseierspitze

Eike
Hallo,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, welches ich beim Surfen im Internet gefunden habe.
Ich möchte diesen Sommer auf die Parseierspitze.
Habe viele Führer etc gewälzt. Der Gipfel steht ja auch in dem Buch "Leichte 3000" von Dieter Seibert drin. Nun lebt der Mensch von Vergleichen. Das bisher technisch und konditionell (ich bin die Zugspitze und den Jubigrad in einem Tag gegangen) im Fels schwierigste, was ich bisher gelaufen bin ist der Jubiläumsgrad. Vielleicht kann mir hier jemand sagen, wie die Parseierspitze im Verlich hierzu aussieht.
Vielen Dank.

PS: Die Gipfel der Allgäuer Alpen (Normalwege) sind alle ohne Schwierigkeiten

Eike
[anonymous]
Hallo Eike!

Folgender Link könnte für dich interessant sein. Da ich weder auf der Parseierspitze noch an der Zugspitze unterwegs war, möchte ich zu deiner Frage keine Stellung nehmen!

www.gipfeluechtig.de

---> Unter Touren, Lechtaler Alpen findet sich eine ausführliche Beschreibung mit klasse Bildern
charly
hallo ... der link klappt nicht , es dürfte wohl\n
www.gipfelsuechtig.de gemeint sein ? \n
\n
lg.. charly
Mimo
Hallo Eike,

ich kann keine Antwort geben auf Deinen Vergleich, aber da ich die Parseier aus eigener Erfahrung kenne hier ein paar Infos: Du solltest sicher im 2.Schwierigkeitsgrad klettern können und natürlich absolut schwindelfrei sein, was Du sicherlich bist, wenn Du die Zugspitze und den Jubigrad gegangen bist!
Das besondere an der Parseier ist denke ich die Steilheit des Anstiegs und die Steinschlaggefährdung durch Vorausgehende ( deshalb immer einen Helm tragen)!
Der Bericht von Boris auf Gipfelsuechtig.de erzählt alles Wissenswerte, ich möchte nur hinzufügen, dass der Aufstieg von der Memminger Hütte(Spiehler Weg) meiner Meinung nach der schönere ist, da Du an den 3 Seewiseen vorbeikommst ist er sehr abwechslungsreich! Da musst Du aber dann mindestens 2 Tage einplanen, wenn Du aus dem Lechtal startest!

Viel Spaß bei der Tour!
Mimo
Boris Stephan
Hallo zusammen,

zunächst mal vielen Dank an Charly und und Mimo für den Hinweis auf meinen Tourenbericht.

Auch ich kenne die Zugspitze von den Anforderungen her nicht, deshalb fällt auch mir hier ein Vergleich schwierig. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle den Hinweis geben, dass der Schlussanstieg auf die Parseierspitze noch sehr ursprünglich ist, was für den Bekanntheitsgrad schon fast bemerkenswert ist. Außer Markierungspunkte gibt es hier nichts! Der Schlussanstieg ab Grinner Ferner ist sehr steil und (bitte nicht auf de Goldwaage legen) unterschreitet den ersten Schwierigkeitsgrad praktisch nie! Du solltest den II-ten Schwierigkeitsgrad also schon ohne jede Sicherung einigermaßen sicher beherrschen. Die Normalanstiege (ich rechne hier mal nur die markierten Routen hinzu) in den Allgäeuern erreichen diesen Schwierigkeitsgrad eigentlich nirgends, auch nicht der Bäumenheimer Weg auf den Hochvogel. Am ehesten würde ich noch die Urbeleskarspitze mit ihrem markierten "Normalweg" als vergleichbaren Allgäugipfel anführen, auch hier gibt es aber viel mehr "Gehgelände", sodass ich die Parseierspitze insgesamt schwieriger bewerten würde.

Von der Schwindelfreiheit und Kondition sehe ich für dich zwar keine größeren Probleme, in wie weit du dich im freien Fels ohne Sicherungen wohl fühlst, kann ich aber leider nicht richtig einschätzen. Auf alle Fälle sollte man die Parseierspitze nicht leichtfertig unterschätzen. Ich hatte sie zumindest aufgrund der Seibert-Beschreibung leichter eingeschätzt.

Viele Grüße,

Boris
charly
hallo.....

wie ich das lese , und mir zusammenreime , ist es auf die parseier so wie auf die Dremel ... oder , und die parseiere ist etwas - viel - mehr steinschlaggefährdet ?

seilfrei im II schwierikeitsgrad , mit gewohnten Lechtalern Tiefblicken , das sollte machbar sein , und natürlich noch das richtige wetter !
Mimo
Der Unterschied zur Dremelspitze ist der, dass Du die ca 200 Höhenmeter vom Grinner Ferner zum Gipfel ausschließlich kletterst ohne Pause und das sehr steil und das wie Boris richtig schreibt immer im 1. und das eine oder andere Mal im 2. Schwierigkeitsgrad!

Für jemanden der schwindelfrei ist und gut ohne Sicherung klarkommt ist das ein wahrer Genuß mit der Belohnung auf dem höchsten Gipfel der nördlichen Kalkalpen zu stehen!

Mimo
Micha
Hallo!
Mir erscheint die Dremelspitze klettertechnisch schwieriger (mehrere Stellen II) als die Parseierspitze (eine Stelle II). Die Kletterei an der Gipfelwand der Parseierspitze ist etwas ausgesetzter, aber leider nicht so abwechslungsreich wie die an der Dremelspitze. Wie auch schon meine Vorredner gesagt haben, Helm an der Parseier nicht vergessen!
Micha
Andi
Hi Eike!!
Der Jubigrad is deutlich luftiger als die Parseier. Allerdings ist das Gestein an der Parseierspitze brüchiger. Versuch Dich am besten einfach mal dran und wenn Du Dich unwohl fühlen solltest, kehr um und mach den Gatschkopf (ca. 15 Min. östlich der Patrolscharte), der is ab der Patrolscharte leichtes Gehgelände und als Aussichtsgipfel der Parseier (fast) ebenbürtig.
Meiner Meinung nach is die Parseierspitze auch vom Lechtal aus in einem Tag gut machbar, wenn Du den Jubigrad an einem Tag gepackt hast und Du Dir Deine Kräfte gut einteilst. Den 10 km Marsch taleinwärts bis zur Talstation der Memminger Hütte- Materialseilbahn kann auch sehr gut mit dem Rad gut abgekürzt werden. Ohne Rad solltest Du bei gemütlichem Gehtempo von Bach bis zum Gipfel ca. 8 Stunden rechnen. Ich brauch normalerweise immer 4- 4 1/2 Std.
Wenn Du konditionell absolut gut bist kannst Du über den Darwinkopf und Augsburger Höhenweg durchs Alperschontal wieder absteigen. Das ist meine Standardtour, die ich jeden Bergsommer ca. 10 Mal gehe, ich brauche dafür ca. 13 Stunden. Einmal bin ich sogar über Rotspitze- Freispitze- Saxerwand abgesteigen (in gemütlichen (!) 21 Stunden), aber das ist nur was für Wahnsinnige.
Ein Steigschlaghelm wäre sehr zu empfehlen, da das Gebiet unterhalb der Patrolscharte, der Gipfelbereich der Parseier und ganz besonders der Augsburger Höhenweg vom Steinschlag gefährdet sind. Auch ein Pickel könnte bis in den August hinein nützlich sein, am Höhenweg auch Steigeisen.
Der Augsburger Höhenweh ist echt super, aber auf gar keinen Fall zu unterschätzen: Kletterei im 2. Grad, ausgesetztes, brüchiges und vereistes Gelände sollten Dir keine Probleme bereiten.
Gruß, Andi
Eike
Vielen Dank,

für die freundlichen Antworten,

beim Aufstieg habe ich so oder so vor über den Gatschkopf hochzugehen, es wird jedenfalls in den einschlägigen Führern so empfohlen.
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