Höhenwege in den Lechtalern teils in desolatem Zustand

Kristian
Habe diese Woche eine längere Lechtalttour unternommen und dabei auch Teilstücke des Augsburger Weges begangen.
Ums mal gleich zu sagen, auf diesem Weg hatte ich mehr Schiss als an den ganzen brüchigen Graten mit IIer und IIIer Gelände, welche ich die letzen Tage überschritten habe.
Besonders zwischen Parseier und Dawinscharte ist der Weg als solcher kaum noch erkennbar. Erschwert wurde das Gehen noch durch den teils gefrorenen Untergrund. Eine Umgehung über den Grat Eisenspitze-Feuerköpfe Dawinscharte kommt wohl kaum in Frage, da der Ostgrat der Feuerköpfe senkrecht abbricht. Als die Sonne die Nordflanke streifte, wurde es lebendig. Andauernd schossen Steine hinab und Sand bröselte herunter und verschüttete die noch vorhandenen Wegspuren.
Desweiter fiel mir auf, dass ein Großteil der Sicherungen beschädigt, aber im allgemeinen noch brauchbar sind.
Es sah aus, als ob der Weg länger nicht mehr begangen wurde.

Das Problem ist hier wohl der Untergrund. Ein Weg in solch einer Mergelflanke, müsste eigentlich ständig gewartert werden. Wenn dies nicht machbar ist, sollte man hier zumindest die Routenführung überdenken.
Warum nicht als Klettersteig über den Ostgrat der Feuerköpfe und über den Nordrücken der Eisenspitze in die Parseierscharte.

Besser war der Zustand der Patrolscharte und sehr gut war der Weiterweg zum Memminger Hütte in Schuss.

Fazit. Lieber wieder richtig Klettern, das ist ungefährlicher.
mimo
Wir sind in unserem Sommerurlaub im August den Augsburger gegangen vor dem Hochwasser - da war er in einem guten Zustand! Das von Dir benannte Stück in der Mergelflanke ist allerdings auch für uns die Schlüsselstelle gewesen, da der Pfad gerade mal knapp 2 Fuß breit ist und es schon eine Menge Überwindung kostet ihn zu betreten.
Ich glaube, dass der viele Regen die Ursache für Deine Beobachtung dastellt.
Ich würde mich vor dem Begehen immer an den Augsburger Hüttenwirt wenden und nach dem Zustand des Weges fragen! Wir hatten unsere Probleme mit einem kleinen vereisten Stück am Grinner Ferner, dass wir nur mit sehr viel Glück, da ein unvereister Stein auf der Hälfte lag queren konnten. Wir hatten keine Grödel oder einen Pickel dabei - würde ich nie wieder ohne machen.
Liebe Grüsse
MiMo
Max
Hallo Kristian,

ich finde deine Idee mit der Wegänderung nicht schlecht! Aber ist es nicht gesetzlich geregelt (Wegerecht usw.), dass in den Alpen (Österreich + BRD) keine neuen Steiganlagen angelegt werden dürfen - oder braucht man dazu einfach nur eine Sondergenehmigung?

Gruß Max
Andi
So desolat is der Zustand doch gar nicht! Im Gegenteil. Man muss den Wegebauern schon n fettes Kompliment machen dafür, dass wirklich alle gefährlichen Stellen gut mit Drahtseilen versichert sind. Dass bei dem mergeligen Untergrund mal zwei drei Verankerungen lose sind is kein Beinbruch, da die Sicherungen dennoch zuverlässig sind.
Dass des non plus ultra der Lechtaler Höhenwege kein Gelände für Halbschuhtouristen is, die die nötige Trittsicherheit nicht mitbringen, is doch gut so. Auch gerade das is n besonderer Reiz dieses Weges.
Die Klettersteig Idee über den Grat weiter oben befürworte ich auch. Allerdings möcht ich aber auch sehr ungern auf die super IIer- Kletterstelle zwischen den Mergelhalden vor dem gelben Schartl verzichten!
charly winkler
hallo.... möchte mich MIMO anschließen -:))

als wir letztes jahr , bei suer bedingungen .....diese stelle sahen , war mir klar , das ist die schlüßelstelle , und auch meine kollegen , die großteils BERGRETTER sind , sahen das so !!!
der Hüttenwirt der AUGSBURGER ....richtet diesen weg ...alleine , im frühjahr , und braucht tagelang , bis er zu biwakschachtel kommt !
dieser ....angeblich !!! Schwerste Alpine höhenweg ..der nördlichen Kalkalpen ....ist bei gott ...kein spazierweg , und sollte auch mit dem nötigen respekt beganngen werden !
leider habe ich vernommen ???..das der erfahrene Hüttenwirt ...hr. schimpfösl ?....nächstes jahr die hütte nicht mehr bewirtet , Ob und wie ...der weg dann in schuß ist ...wird sich zeigen , den die sache ist eine sehr aufwendige , für diesen relativ seltenen begangenen TRAUM-Weg !

die zahl der begehungen hat eher abgenommen , und die quallität der begeher ..hat zugenommen .. die unfallstatistik spricht dies klar aus !

ich sehe das so, der steig ist immer ....seinen möglichkeiten entsprechend gewartet , und sicherlich keine spaziergang !

Lg...und berg heil !

Charly
Hawkeye
Ja, hast richtig vernommen, dass es auf der Augsburger nächstes Jahr einen neuen Wirt gibt.
Ob es - wie vom zuständuigen Wegewart angesprochen - einer vom Schlag Schimpfösl wird????
Zu wünschen ist es auf alle Fälle.

Die Versicherungen sollen auch soweit erforderlich erneuert werden, was wirklich das Peroblem darstellt, ist deren Verankerung.
In diesem Bruch geht das leider nicht immer so, wie man es gern hätte.
Für manche bräuchte es wohl einen 10 Meter tiefen Betonanker, was nicht machbar ist.

datschigs Grüssle
datschis grüssle - retuor -:))
hallo !

da schreibt einer , der mehr weis -:)) ?

also ich fand das ganz OK. - wie der weg in schuß war , und hochgebirge ..bleibt .. hochgebirge , und ein sogenantes restrisiko , auch wenn es immer weggeschoben wird , und jeder hofft ....das er nicht dabei ist , bei den wenigen , die den bergen zum opfer fallen !

von desoltem steig ....kann beim augsburger ...wahrich nicht gesprochen werden , nur meiner ansicht nach ist es eine stelle , -----> der "Katzensteig" der ein etwas höheres risiko dastellt , und wenn dieser etwas vesichert währe , könnten etwas mehr animiert werden , diesen schönen steig in angriff zu nehmen !

das überleben der augsburger hütte , ist mit dem zustand des "Augsburgers"
verbunden .....egal wie man das dreht und wendet ?

die ansbacher hütte ist ja sehr gut besucht , auch wenn ich mir unter hüttenromantik - und - gastfreundlichkeit -- eher was andere vorstelle , aber dafür ist eben der besucheransturm zu groß !

ich hoffe das der "neue " augsburger Wirt ..... viele zufriedene --< Ausburger-bezwinger ...bewirten kann !

lg... charly
Hawkeye
Ja, ich weiss mehr ;-)
Der Wegewart gehört zum meine Spezels...

Der AHW ist kein "gewöhnlicher" Höhenweg und wird das auch bleiben.
Zustand ist so auch ok, aber einiges ist halt etwas erneuerungsbedürftig.

Die Hütte wird überleben; wie ich unseren Vorstand kenne sorgt der schon dafür.
Kristian
Nun, ende September war der Steig wirklich nicht mehr in einem guten Zustand. Dass das nicht der an der Nachlässigkeit vom Wegewart oder sonstigen Leuten liegt, die irgendwie mit dem Unterhalt des Steiges betraut sind, sondern am Gelände, davon konnte man sich vor Ort selbst überzeugen. Als die Morgensonne, die Flanke unter den Feuerköpfen streifte, wurde es lebendig. Ständig rieselte schwarzbrauner Mergel hinab und verschüttete so den Steig. Zahlreiche Sicherungen waren herausgerissen.
An zwei Stellen dienten Kletterseile, bei denen schon der Mantel durchgescheuert war als Sicherungen.

Nun Hochgebirge muß Hochgebirge bleiben und darf und soll auch wild und gefährlich sein. Nur bin ich der Ansicht, dass vorhandene Sicherungen auf einem Weg dem Stand der Technik entsprechen sollten und dass ein Weg auch in einem Zustand sein sollte, der ihn für normale Wanderer sicher begehbar macht.
Ich war an diesem Tag übgrigens der Einzige und empfand die Querung auf dem Weg durch die gefrorene Mergelhalde zwischen Biwak und Gelber Scharte als heikler und gefährlicher, wie etwa die Gratkletterei vom Grießschartl über Grießlspitze, Schwarzloch- und Stierlochkopf (max. III+)am gleichen Tag.

Das Problem ist wirklich das Gelände. Um den Weg dort in Schuß zu halten, bedarf es fast einer täglichen Wartung. Da aber wohl niemand so etwas leisten kann, wäre meiner Ansicht nach eine Verlegung über den Ostabbruch der Feuerköpfe sinnvoll. Dort ist der Fels weitgehend kompakt.
---> Folge, steiler, ansruchsvoll, aber dafür sicher und länger wartungsfrei und früher im Jahr begehbar.
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