Abstieg Normalweg

Eckhard Staiger
Hallo Gipfelstürmer,
wir waren zu viert vorhige Woche auf dem Ortler unterwegs (Normalweg, rauf und runter)
Uns sind zwei Stellen aufgefallen an denen wir (und drei andere Seilschaften) mit dem Seil gesichert haben. Beim Abstieg kurz unterhalb des Lombardi Biwaks. Beim Aufstieg ist diese Stelle durch eine Kletterei zu bewältigen, beim Abstieg haben wir uns abgeseilt, an zwei Stellen waren dort Eisen mit Bandschlingen gelegt (wohl von den örtlicen Bergführern). Nach Auskunft einer anderen Zweier-Seilschaft war diese Stelle bis vor zwei Jahren noch mit Schnee bedeckt und konnte ohne Kletterei und Sicherungsmaßnahmen überwunden werden.
An der Tabarettaspitze (Stelle mit zwei Eisenstangen) haben wir beim Auf- und Abstieg gesichert, da der Fels dort sehr speckig ist und uns die Stelle nicht ganz geheuer vorkam (Was eurer Erfahrungen bestätigt haben).
Webmaster
Hallo Eckhard,

danke für deine Infos. Ich habe das im Bericht glaube ich nicht erwähnt, aber an einer Stelle haben wir uns auch abgeseilt. Weiß aber nicht mehr genau, wo das war. Könnte aber schon deine beschriebene Stelle sein. Es war damals aber nur ein Eisenring/Bohrhaken (?) zum Abseilen da.

An den Platten der Tabarettaspitze zu sichern ist mit Sicherheit eine gute Idee. Den Bergretter, der den Mann der verunglückten Frau geholt hat, hätte es auf den Platten auch beinahe noch hingelegt.

Gruß,
Thorsten
klaus hainzlmeier
Hallo Thorsten,

wir sind am 25.08.2007 über den Normalgrat auch abgestiegen. Oberhalb der Abseilstelle sind mittlerweile noch 2 Einsenstangen verankert, die wir für ein Fixseil verwendeten, da dort die PLatte "ungemütlich" nach links abfällt.
Generell ist aus meiner Sicht selbst der Normalweg nur für erfahrene Bergsteiger/Seilschaften geeignet, beim Übergang von der Biwakschachtel zum Gletscher sind ca. 15m senkrecht im Abstieg zu überwinden.

Gruß
Klaus
Webmaster
Hallo Klaus,

also ich denke die Eisenstangen die du beschreibst waren damals schon da. Dort ist auch das Unglück passiert. Leider hat das Ehepaar die Stangen nicht zur Sicherung verwendet obwohl sie ein Seil dabei hatten.

Die senkrechten 15 m hatten wir übrigens abgeseilt.

Ich stimme dir zu, daß der Ortler erfahrenen Bergsteigern vorbehalten sein sollte. Leider halten sich daran nicht immer alle. Dieses Wochenende war ich im Wallis und bei einer italienischen Seilschaft die "nur" auf dem Nadelhorn unterwegs war, war ein Mann dabei, der sowohl physisch als auch psychisch absolut überfordert war (bei einer kurzen IIer-Stelle hat er trotz Seilsicherung 10 Minuten gebraucht um runterzukommen).

Gruß,
Thorsten
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