SAC-Wanderskala

Berg-Flo
Servus,

ich habe mir überlegt, ob wir hier nicht einen kleinen Platz einrichten könnten, an dem wir über die Zuordnung der Wander-Schwierigkeiten diskutieren können; vielleicht besteht ja Interesse.
Mein Problem ist nämlich, dass ich nur schwer einschätzen kann, in welchem Grad ich mich jeweils befinde. Meine persönliche Gipfelliste möchte ich trotzdem gerne mit der Skala schmücken.

Darum geht's:
http://de.wikipedia.org/wiki/SAC-Wanderskala


Ich fang dann einfach mal mit drei Beispielen an. Vielleicht kann der Eine oder Andere ja netterweise seinen Senf dazu abgeben, mich korrigieren oder eigene Beispiele nennen?


Schüsser, 2170m, von der Kuhgehrenspitze: T2
Wer sich die Skala im Link anschaut, dürfte bald zur gleichen Einschätzung kommen. Im Grunde dürften alle Kritierien genau erfüllt sein. Dennoch schätzt beispielsweise ein User bei hikr.org die Route als T3 ein.

Hoher Ifen, 2230m, von der Ifenmulde: T3
Weg zwar durchgehend sichtbar und gut markiert (eher T2), heikle Stellen sind allerdings vorhanden und mit Seilen gesichert. Leichte Absturzgefahr. Trittsicherheit vonnöten.

Höfats (Ostgipfel), 2259m, vom Älpelesattel: T5-6
Wegspur kaum vorhanden, Kletterstelle im II. Grad, äußerst exponiert. Absturzgefahr!
Micha
Etwas vergleichbares gibts auch beim klettern:
http://www.klettern-tannheimer.de/source/pages/riskiness_scale.php?PHPSESSID=14f44cd3e812a19a81bc0dc7b90b3f8c
Das ist aber nicht die einzige Skala, es gibt auch noch eine Ernsthaftigkeitsskala des DAV, eine UK-Skala ([url]die geht glaub bis E10 vgl. http://www.klettern.de/news/sportklettern-bouldern/schwer-gefaehrlich-erstbegangen-the-groove.203939.5.htm[/url]), usw...

Die Frage ist, ob wir eine solche Kategorisierung beim Bergsteigen brauchen. Ich denke, dass man so schnell Gefahr läuft beispielsweise aus einer geschafften T6 zu folgern, dass man andere T6 ebenso schafft. Aber wie auch bei der UIAA-Wertung, ist das nicht der Fall. Es gibt IIer, die einem schwer fallen, einem anderen oder an einem anderen Tag kommen sie leichter vor. Eigene Konstitution, Wetter, Verhältnisse machen eine objektive Bewertung von der Ferne, wie das bei Skalen so üblich ist, nicht möglich bzw. gaukeln einem eine definierte Schwierigkeit vor. Ich halte nicht viel davon - zur groben Einschätzung ist das vielleicht nicht schlecht, aber da reicht mir die UIAA-Skala.
(die im übrigen bei I und II nicht in +/- unterteilt wird, da das wenig Sinn macht:
bei I, entweder die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichts notwendig oder nicht
bei II, entweder ist die Drei-Punkte-Haltung nötig oder nicht).

Grüße, Micha
Berg-Flo
Hallo Micha,

nun, um ehrlich zu sein: Nein, brauchen tut man diese Skala nicht. Aber sie ist eine nette Spielerei! Es geht mir nicht darum, VOR einer Tour feststellen zu können, ob ich "es" packe oder nicht. Es geht mir darum, NACH einer Tour eine kleine, winzige Schwierigkeitsbewertung meiner persönlichen Gipfelerinnerungsliste beifügen zu können.
Und die sollte eben möglichst realitätsnah sein.

Liebe Grüße zurück vom Bodensee,
Flo
Archiv

Dieses Forum ist ein Archiv. Neue Beiträge sind nicht mehr möglich.

← Zurück zur Threadliste