Projekt Bergwaldsanierung

Martin
Hallo,
im Handelsblatt war letzten Freitag ein längerer Bericht zu den deutschlandweit angebotenen Projektwochen.

Aus http://www.whydata.de/y/RedX/Termin_A_Anzeigen.asp?KNr=105&Tab=Termin&IX=264:

Projektbericht Oberallgäu

Schutzwaldsanierung im Oberallgäu Bereits seit 1991 führen wir im Oberallgäu Arbeitseinsätze durch. Auslöser waren die Winterstürme Vivian und Wiebke, die 1990 auch in den Forstämtern Immenstadt und Sonthofen große Sturmschäden anrichteten. Dieses Jahr fanden zwei Projektwochen zwischen dem 17. und 30. August statt. Insgesamt hatten 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich Zeit genommen, um mit uns zu arbeiten. Gewohnt wurde in der Erzberghütte im Hintersteiner Tal und in der Rottännenschopfhütte oberhalb von Thalkirchdorf. Beide Hütten waren einfach, aber ausreichend ausgestattet und schön gelegen. Teilweise waren die Einsatzstellen direkt in der Nähe, teilweise mussten wir jedoch leider auch weite Wege in Kauf nehmen. Im Hintersteiner Tal hatten wir folgendes zu tun: - Erosionsschutz zwischen Stahl-Lawinenverbauungen pflanzen. Das bedeutete in sehr steilem Gelände 650 Grünerlen zu pflanzen. - Steige zur Erschließung und Pflege von Sturmflächen bauen. Wir legten an dieser Stelle ca. 800 laufende Meter Weg an, der zur Pflege und Qualitätskontrolle der dort ausgeführten Pflanzungen dient. In den Revieren Immenstadt und Wertach konnten wir - ebenfalls solche Steige instandsetzen (400 lfm) - Jungwuchs pflegen (ausmähen) und - Einzelschutzmaßnahmen durchführen. Darunter ist zu verstehen, dass an Bäumen ein Verbissschutz aus Schafwolle und Lanolin angebracht wird. Trotz des heißen Wetters war die Stimmung in den Gruppen gut, obwohl zum Beispiel die Wasserversorgung der Rottännenschopfhütte bereits eine Herausforderung war: der Bach war ausgetrocknet, somit mussten wir Wasser von der benachbarten Alm in Kanistern holen und dementsprechend haushalten. Für uns alle eine wertvolle Erfsahrung! Ein großer Erfolg waren auch die "naturphilosophischen Gesprächsrunden", die Christoph jeweils von Sonntag bis Freitag anbot. Die übliche Abschlussexkursion verwandelte sich in der zweiten Woche in einen Waldspaziergang, da es leider in Strömen regnete. Alles in allem zwei sehr erfolgreiche Wochen: unsere Arbeit wurde von den Förstern der Schutzwaldsanierung gelobt, wir hatten eine interessante, lehrreiche und heitere Zeit – herzlichen Dank an alle die mitgewirkt haben!



Mehr gibt es im Netz unter http://www.bergwaldprojekt.de
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