Schwierigkeitsgrade in den Alpen

P. Richter
Hi,
Ich habe die Alpen auf diversen Bergwandertouren inzwischen sehr lieb gewonnen, habe aber NOCH keine richtige Klettertour in den Alpen gemacht. Da ich das demnächst allerdings gern ändern möchte, interessiert es mich sehr was ich mir unter den Schwierigkeitsgraden (I;II;III-;III+)vorzustellen habe. Ich würde mich sehr freuen, wenn mich jemand darüber aufklären könnte bzw. mir eine Seite im Netz nennnen könnte wo ich einige Erklärungen finden kann.

Danke im Vorraus
Micha
Da ich diese Definitionen für essentiell halte - und natürlich auf dieser Seite nicht fehlen dürfen - habe ich mir die Mühe gemacht, diese laut Alpenvereinsführer abzutippen :)

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"I = Geringe Schwierigkeiten
Einfachste Form der Felskletterei (allerdings kein leichtes Gelände mehr!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichts erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich.

II = Mäßige Schwierigkeiten
Hier beginnt die richtige Griff- und Trittkletterei, die die Drei-Punkte-Haltung erforderlich macht. Für geübte Kletterer meist noch ohne Selbstsicherung zu begehen.

III = Mittlere Schwierigkeiten
An exponierten Stellen sind Zwischensicherungen empfehlenswert. Senkrechte Stellen oder gut griffige Überhänge verlangen bereits Kraftaufwand. Sehr geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern. Trotzdem ist die Mitnahme einiger Haken, Karabiner und Schlingen sowie einwandfreie Kenntnis der Abseiltechnik erforderlich.

Ab dem Schwierigkeitsgrad III gelten die Zwischenstufen "-" und "+" für die untere und die obere Grenze eines Schwierigkeitsgrades.
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Zuweilen findet man aber auch in den darunter liegenden Schwierigkeitsgraden diese Unterteilung.

Meine Meinung dazu:
Sie ist gerechtfertigt, wenn es um die Bewertung von Schlüsselstellen geht, die sich nicht genau einem Schwierigkeitsgrad zuordnen lassen. Was aber dann der Unterschied zwischen I+ und II- oder II+ und III- ist, kann ich nicht sagen - für mich sind diese Angaben identisch. Besser wären in diesem Falle die Angaben "I bis II" bzw. "II bis III", welche sich aber zugegebenermaßen ungenau und schwamming anhören. Nur: wie genau braucht man eine solche Angabe wirklich? Spielen Ausgesetztheit, Zustand der Route (Schnee- oder Geröllauflage, Brüchigkeit,..) und Orientierung etwa keine Rolle, wenn es darum geht die Schwierigkeit zu beschreiben? Betrachtet man nämlich nur die trockenen (römischen) Schwierigkeitsangaben, so wird manche Tour schnell unterschätzt!

Ich hoffe dir damit weitergeholfen zu haben..

Gruß, Micha
P. Richter
vielen Dank deine Erklärung hat mir sehr geholfen !!!
Webmaster
Hallo Micha,

kann dem eigentlich nur zustimmen.
So genau kann man das leider nicht einteilen, auch wenn ich das mit I+/II-/II+/III- ja auch in meiner Gipfelliste verwendet habe. Es kommen soviele Faktoren hinzu, die Schwierigkeit beeinflußen, daß es so eine feine Abstufung gerade im unteren Bereich sowieso recht schwierig ist. Wenn der Fels glitschig vom Morgentau ist oder der Begeher 5 cm größer als der Bewerter, wird aus der I+ schnell ne II-.. :-)

Gruß,
Thorsten
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