Herbst-Tour 2000 durch die Allgäuer Alpen

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4. Tag: Gaislehnkogel (3216 m), Winnebachseehütte und Abstieg nach Gries

Zunächst waren wir uns nicht sicher, was wir an dem letzten Tag unternehmen sollten, fanden dann jedoch eine schöne Strecke, die uns nach Besteigung des Gaislehnkogels über den Bachfallenferner führen sollte. Da wir kein Seil dabei hatten waren wir zunächst unschlüssig, ob das Risiko vertretbar ist, so drüber zu gehen. Vom Wirt erfuhren wir, daß am darauffolgenden Wochenende ein Gletscherlauf stattfindet und er zu diesem Zweck die Strecke über den Gletscher heute mit Fähnchen abstecken würde! Besser konnte es natürlich gar nicht sein und so ging es kurz nach 7 Uhr los.


Bestes Wetter am Vormittag - links oben der Gaislehnkogel
Bestes Wetter am Vormittag - der zweite Gipfel von links ist der Gaislehnkogel


Der Weg auf den Gaislehnkogel
Der Weg auf den Gaislehnkogel

Wir waren zwar vor dem Wirt und seinen Leuten aufgebrochen, gegen 10 Uhr hatten sie uns dann allerdings bei einer Pause eingeholt. Gegen 11 Uhr hatten wir sie dann wiederrum auf der Gaislehnscharte eingeholt. Hier machten wir dann nochmal eine kurze Rast, liesen unsere Rucksäcke zurück und machten uns auf den Gaislehnkogel zu besteigen.

Der Weg erwies sich als nicht ganz leicht, Kletterei im oberen II. Schwierigkeitsgrad in bröselig-lockerem Blockwerk und eine verzwickte Wegführung (soweit man hier noch von Weg sprechen kann) führten dazu, daß wir erst um 12 Uhr auf dem Gipfel waren (obwohl es lediglich knapp 250 Höhenmeter vom Sattel waren). Auf dem Gipfel selber war auch nur eine Signalstange - allzuoft kommt hier sicherlich niemand hoch.
Wir konnten jedoch in aller Ruhe nochmal "unseren" Schrankogel betrachten, der von hier aus wirklich sehr imposant wirkte.



Auf dem Gaislehnkogel
Auf dem Gaislehnkogel
Schrankogel vom Gaislehnkogel gesehen
Schrankogel vom Gaislehnkogel gesehen


Bereits nach einer Viertelstunde machten wir uns an den Abstieg - Essen und Trinken hatten wir ja sowieso nicht mit dabei.

Der Abstieg ging dann etwas schneller (jetzt kannten wir den Weg), waren nach etwas mehr als einer halben Stunde wieder an der Scharte, schulterten die Rucksäcke und liefen gemütlich den Fähnchen auf dem Gletscher hinterher.

Kurz nach 15 Uhr waren wir dann auf der urigen Winnebachseehütte (Micha: "Winnetouhütte" :-) ). Kurz nach unserer Ankunft gab es einen kleinen Schauer, den wir drinnen bei einer Suppe abwarteten.

Danach ging es hurtig ins Tal zum Auto zurück. Alles in allem waren es sehr schöne, bequeme Tourentage, ohne unplanmäßige Probleme oder ähnlichem (was ja leider nicht allzuoft der Fall ist).

Blick vom Gaislehnkogel zum Sulztalferner
Blick vom Gaislehnkogel zum Sulztalferner



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(c) by Thorsten Liborius, 2001
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