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6. Tag: Kemptner Hütte - Kreuzeck - Rauheck - Oytal - Oberstdorf
Mit Kopf- und Gliederschmerzen wachte ich auf.
Nachdem ich mit viel Mühe den morgendlichen Alltag (waschen, frühstücken, packen) hinter mich gebracht hatte, ging es bereits um 7.30 Uhr los. Ich hätte jedoch lieber im Bett bleiben oder wieder umdrehen sollen, da ich nur sehr langsam voran kam.
Eigentlich wollte ich wieder zum Prinz-Luitpold Haus zurück, was ich in diesem Zustand jedoch aufgab. Ich entschloß mich "nur" bis nach Oberstdorf zu laufen, obwohl ich alle paar Meter pausieren mußte.
Irgendwann nachmittags kam ich dann endlich auf dem Rauheck an, doch bis Oberstdorf war es noch weit.
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Nochmal ein Blick zurück zur Marchspitze.
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Auf der Käseralpe versuchte ich eine Mitfahrgelegenheit bei der unfreundlichen Wirtin zu ergattern - vergeblich.
Ich hatte nun noch 3 Stunden Zeit die 10 km nach Oberstdorf zurückzulegen; eigentlich genug Zeit, da ich diese Strecke im August in 2 Stunden zurückgelegt hatte. Mit jedem Schritt wurde ich jedoch langsamer. Schließlich kam ich mit einem älteren Herrn und einem Hamburger Ehepaar ins Gespräch, denen ich mein Leid klagte.
Da ich wohl wirklich einen jämmerlichen Eindruck machte, machte mir der Ehemann das Angebot mir meinen Rucksack abzunehmen, wobei ich mich bei ihm an dieser Stelle nochmals bedanken möchte: ich weiß nicht, ob und wann ich es ohne diese Hilfe bis zum Bahnhof geschafft hätte.
Die beiden fuhren mich dann übrigens sogar noch die letzten 500 m zum Bahnhof! Es ist wirklich toll, daß es doch noch einige (wenige) hilfsbereite Leute gibt.
Damit schließt sich der Bergsommer 2000, welcher (für mich) doch recht erfolgreich war: eine schöne Tour durch die Lechtaler im Juni, die erste Hochtour und ersten Dreitausender sowie die Höfats-Überschreitung im August - und schließlich diese Tour.
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(c) by Thorsten Liborius, 2000
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