Herbst-Tour 2000 durch die Allgäuer Alpen

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4. Tag: Hinterhornbach - Schöneggerscharte - H.v.Barth-Hütte

Als es hell wurde, bot sich mir ein frostiges Bild: der Tau auf meinem Rucksack war gefroren. Doch kaum lief der Kocher, war die Kälte vergessen und mein Unternehmungsgeist kehrte zurück.

Heute ging es einen recht selten begangenen Weg, der über die Schönegger Scharte (2259 m) auf die H.v.Barth-Hütte führt. Und obwohl dieser Weg so selten begangen wird (sah man schon am Bewuchs), holten mich bereits gegen 10 Uhr ein paar frisch ausgeruhte Wanderer ein, die auf den Schreierkopf wollten.
Ich lies diese vor, doch sie waren dann doch nicht viel schneller wie ich, und so lief ich ihnen eben hinterher. Wir verfranzten uns wenig später dann gemeinsam, da an einer Kehre der Weg schlecht markiert war und geradeaus eine schöne Trampelspur zum Verlaufen einlud.


Der Hochvogel; diesmal von der Schöneggerscharte
Der Hochvogel;
diesmal von der Schöneggerscharte.
Im Vordergrund links der Schreierkopf.


Beim Pausieren...
Beim Pausieren...

Wir verloren dadurch mehr als eine Stunde, was die beiden dann leider ihren Gipfel kostete.
So picknickten wir erstmal gemeinsam. Ich kann mich an dieser Stelle nur nochmal für die Brötchen und Weintrauben bedanken, die sie mir anboten, da ich ja sonst leider keine Gelegenheit hatte an frische Lebensmittel zu kommen.

Nach dieser ausgiebigen Rast drehten die beiden um und ich setzte meinen Weg zur H.v.Barth-Hütte fort. Ich konnte mir mal wieder Zeit lassen und war gegen 17 Uhr an der Hütte, wo mich jedoch ein Kulturschock ereilte: jede Menge Kletterer waren hier, die durch das schöne Herbstwetter angelockt worden waren. So wurde die Nacht recht eng: im Winterraum gibt es 10 Schlafplätze und wir waren insgesamt 14 Leute! So mußten die zwei, die zuletzt angekommen waren, auf dem Tisch schlafen; der Rest quetschte sich ins Lager.




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(c) by Thorsten Liborius, 2000
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